Stars zum Jubiläum: Jazz in Essen

Der Jazz Pott geht an Angelika Niescier

Wenn am 1. Oktober wieder der Jazz Pott, der Essener Preis für innovative Jazzmusiker, verliehen wird, dann läutet das Grillo-Theater damit auch ein besonderes Jubiläum ein: Die Konzertreihe Jazz in Essen wird in dieser Spielzeit dreißig Jahre alt.

Was 1984 mit einem Auftritt der legendären Fusion-Band Steps Ahead im Jugendzentrum Papestraße begann, stand im vergangenen Jahr kurz auf der Kippe: Jazz-Pott-Begründer Viktor Seroneit war 2011 gestorben und das städtische Kulturbüro sah sich nicht mehr in der Lage, die „Jazz in Essen“-Konzerte zu veranstalten. In beiden Fällen sprang Schauspielchef Christian Tombeil ein. Das Grillo-Theater ist so zu einem Jazz-Zentrum in der Stadt geworden. Dass die auch große Talente hervorbringt, zeigt die Verleihung des Jazz Pott, der an Angelika Niescier geht. Die Echo-Jazz-prämierte Saxophonistin, die nach eigener Aussage Coltrane-geschädig ist, hat an der Folkwang Uni studiert. Im Theater wird sie mit ihrem Quartett Sublim spielen.

Zu den weiteren Höhepunkten von „Jazz in Essen“ gehört ein Auftritt von Keith-Jarrett-Drummer Jack DeJohnette im November und ein Konzert der deutsch-französischen Sängerin Céline Rudolph kurz vor Silvester.