Nach Opel: Kunstfestival auf der Suche nach Perspektiven

Detroit: Zeit für den Umbau | Foto: Jennifer Lamb via CC

Opel geht, aber die Menschen bleiben. Wie geht eine Stadt damit um, wenn über 3000 Menschen ihre Arbeit verlieren. Die Urbanen Künste Ruhr und das Schauspielhaus Bochum wollen diese dringende Frage ins Zentrum der Öffentlichkeit rücken und gemeinsam mit Künstlern, Architekten, Stadtplanern und Wissenschaftlern Perspektiven für eine moderne Stadt finden. 

Am 10. Oktober startet das einjährige Festival „This Is Not Detroit“, das für die Theoretiker Symposien und Talkshows anbietet, mit Konzerten, Kunst und Schauspiel aber auch die trocken-düstere Wolke auflockert. Einen ersten Höhepunkt findet das Festival bereits am kommenden Wochenende. Am Freitag (11.10.) lädt das Viertel vor Ehrenfeld zum Nightwalk ein. Die Accessoire-, Kleidungs- und Kunstlädchen haben zum Stöbern und Kaufen geöffnet. Die Kneipen und Cafés bieten Raum für Austausch und Absacker. Am Samstag (12.10.) wird die Bochumer Fußgängerzone unter dem Motto „Think global, act local!“ dann Schauplatz von Poetryslams, Kunstaktionen, Konzerten und vielem mehr. Insgesamt treten mehr als 50 Künstlerinnen und Künstler auf u.a. wird die Elektro-Pop-Sängerin Gustav in den Kammerspielen ein abendiliches Konzert spielen. 

Die eingeladenen Experten und Künstler stammen übrigens teilweise aus den anderen Opel-Städten Zaragoza, Ellesmere, Port und Gliwice, also aus Städten, die sich mit den gleichen Fragen konfrontiert sehen wie Bochum.

Gustav - Verlass die Stadt

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