Kaja Yanar: Völkerball

Was schluckst du? Tequila Sunrise-Imitat oder Kinder-Curacao? Warum braucht man ein rotes Bändchen, um sich für die sieben hemmungslosen Büffet-Leerräum-Gänge auszuweisen? Solche Fragen könnte sich Kaya Yanar für sein Programm „All inclusive“ gestellt haben, in dem er beliebte Urlaubsländer der Deutschen aufs Korn genommen hat. Im Nachfolger „Around The World“ geht’s ebenfalls grenzüberschreitend zu.

Der „Teuto-Türke“ aus Frankfurt am Main, der mit seiner Ethno-Comedy Kollegen wie Bülent Ceylan oder Serdar Somuncu mit den Weg geebnet hat, macht mal wieder das, was er am besten kann: die Fein- und Gemeinheiten von schrulligen Nachbarländern und angsterregenden Schurkenstaaten herausarbeiten. Diesmal war er in Asien und Amerika unterwegs, um sich das Gebahren der dortigen Volksgruppierungen draufzuschaffen. Da wird mit Sicherheit auch der gute alter Inder Ranjid ohne Punkt und Komma zu Wort kommen. Doch mit Sicherheit gibt’s auch wieder Spitzen gegen unmittelbare Nachbarn wie den auf dem Absatz tanzenden Schweizer, holländisch sprechende Terroristen … und vielleicht ja auch „Isch kauf Edeka“ stammelnde Deutsche.