Jochen Malmsheimer: Deutsche Sprache, leere Sprache?

| Foto: Jürgen Spachmann

Subjekt, Prädikat, Objekt. Eigentlich ganz einfach. Aber was auf Speisekarten, im Politikerdeutsch und an vielen anderen Ecken der deutschen Sprache angetan wird, ist für Jochen Malmsheimer wieder mal Grund, sich zu Wort zu melden, und nicht nur zu einem.

„Ich war so schockiert über das, was sich in unserer Republik in letzter Zeit abgespielt hat, etwa zum Stichwort ‚Toleranz’, verriet der Ex-Tresenleser coolibri zur Premiere seines neuen Programms im vergangenen Jahr. „Es gibt nichts Toleranteres als unsere Muttersprache. Entgegen der Meinung all der Unkenrufe von Sprachwächtern und Hygienefritzen.“ Und genau da hakt der Bochumer mit „Ermpftschnuggn trødå!“ ein. Man könnte meinen, der Buchstabenrüttler sei bei der Programmtitelfindung bei einer seiner Schreibsessions im Wohnwagen zu später Stunde von der Tastatur gerutscht. Aber wer den Meister der Wortkunst und dessen einzigartige Vortragsweise kennt, der weiß, dass hinter diesem skurrilen Titel wieder wahre Sinnes-Erfahrungen stecken. „Ich möchte den Menschen zeigen, dass Genitiv und Dativ durchaus ihren Sinn haben“, sagt Malmsheimer. Im Ruhrgebiet zumindest ein ziemlich ambitioniertes Projekt.

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8.1. Niederrheinhalle (Wesel); 9.1. Ruhrfestspielhaus (Recklinghausen); 10.1. Europahalle (Castrop-Rauxel); 11.1. Stadthalle (Hagen)