Black Bismarck: Postkoloniale Spurensuche

Was haben Togo, Kamerun, Namibia, Tansania, Burundi und Ruanda gemeinsam? Unter anderem eine Vergangenheit der Kolonialisierung und eine lange Leidensgeschichte der Ausbeutung und Versklavung. Die Performance-Theatergruppe „andcompany&Co“ graben in ihrer Collage „Black Bismarck“ Teile der selten benannten deutschen Kolonialgeschichte aus. Ausgehend von der sogenannten „Kongokonferenz“ im Jahre 1884, die Otto von Bismarck veranlasst hat, verweisen sie auf Spuren in der Gegenwart. Zu erwarten ist laut Tobias Fritzsche vom Ringlokschuppen eine „Inszenierung für Kopf und Auge und ein kritisch scharfer Blick mit Lust an der Unterhaltung“. Bühnenbildner Jan Brokof wird die Berliner Theateraktivisten mit seinen eindrucksvollen Bilderwelten unterstützen. Die Produktion ist ein „Einstieg in das Thema der deutschen Kolonialgeschichte“, so Fritzsche, es folgt im November eine Auseinandersetzung mit postkolonialen Strukturen der Künstler vom „Kainkollektiv“.