Ken Bardowicks

Munterer Magier

Schwebende Jungfrauen, verschwundene Münzen und Hoppelhasen in Zylindern – lang ist’s her, dass man mit solchem Schabernack abendfüllend die Zerstreuung der Zuschauenden garantieren konnte. Das personality-orientierte Publikum möchte keine tiefen Einblicke in schwarze Kisten, sondern, bitteschön, in das Privatleben des Magiers, und da fackelt Ken Bardowicks nicht lange: Wenn man schon eine Freundin hat, die Hebamme ist, dann muss das doch bitteschön auch auf die Bühne. Und so verrät uns der selbsternannte „Mann mit Eiern“, wie es so ist, wenn man neidisch auf den Job seiner Liebsten ist, „weil er so unter die Haut geht“. Und sie neidisch auf seine Arbeit ist, weil er sie auf DVD verkaufen kann. Dass der Mann ein wahrer Schelm ist, bewies er übrigens schon als Schüler, als er bei einer Zaubershow im Magischen Zirkel in Kapstadt einem Bühnentaschendieb die Uhr klaute und damit den 1. Preis des Wettbewerbs gewann. Egal, ob man den Zauberkastenonkels also generell skeptisch oder wohlwollend entgegenblickt, bei dieser abwechslungsreichen Show aus Wahr- und Unwahrheiten, Komik, Zauberei, Virtuosität hat jeder seinen Spaß, der seine Eier nicht unbedingt bretthart kocht. 

 

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