Trilogie meiner Familie: Acht Stunden Theater bei der Ruhrtriennale

2016 kam der Teil "Geld" zur Aufführung. | Foto: Armin Smailovic

Die Ruhrtriennale hat Großes vor. Und Langes. Geht bei der Vorlage aber auch kaum anders. 20 Romane umfasst der Zyklus „Die Rougon-Macquart“ von Émile Zola. Luk Perceval hat daraus seine „Trilogie meiner Familie“ mit den Stücken „Liebe“, „Geld“ und „Hunger“ entwickelt. Die ersten beiden Teile hatten 2015 und 2016 Premiere. Jetzt gibt es die gesamte Trilogie auf einen Streich – mit passenden Angeboten in den Pausen.

Am Freitag, 15., und Sonntag, 17. September, kommt die zeitintensive und bildgewaltige Trilogie als Co-Produktion mit dem Thalia Theater Hamburg zur Aufführung. Die Kulisse spendiert dann ganz generös der Landschaftspark Duisburg-Nord mit seiner Gießhalle. Luk Perceval verspricht ein „sehr besonderes Ereignis mit zwölf außergewöhnlichen“ in einem „außergewöhnlichen Bühnenbild“.

Die – laut Perceval – „tolle Geschichte über eine sehr außergewöhnliche Familie“ wird in ca. 8,5 Stunden und mit zwei Pausen erzählt. Zola ging es darum, zu zeigen, was die Menschen prägt. Die Geschichte einer Familie im Zweiten Kaiserreich zeichnet die Figuren und ihr Wesen geprägt durch ihre Erbanlagen, ihr Milieu und die historischen Umstände. Doktor Pascal treibt in dem Stück die Frage um, warum seine Familie von Elend, Sucht und hemmungslosem Ehrgeiz geplagt ist und recherchiert die verschiedenen Schicksale. Perceval lässt auf der Bühne ihre bewegenden Schicksale Revue passieren.

Viele Schicksale erzählt Perceval. Und viel Zeit ist dafür nötig. Den Sitzmarathon mag der ein oder andere Körper nur mit Schmerzen über sich ergehen lassen. In den Pausen gibt es deswegen Massagen, Gymnastik und Führungen durch den Landschaftspark. Theater für Körper und Geist. SeRi

Trailer zu Liebe + Geld + Hunger: