Ruhrtriennale: Playing Cards 2 - Hearts

| © Érick Labbé

Auf Irak und Las Vegas folgen Frankreich, Algerien und Kanada. Auf Spades folgt Hearts. Der Theatermacher Robert Lepage beschäftigt sich mit dem Kartenspiel und widmet ihm eine Tetralogie. Nachdem letztes Jahr bei der Ruhrtriennale Pik als Farbe des Kriegs bespielt wurde, folgt nun Herz. Wiedererwartens geht es dabei aber nicht um die Liebe, sondern um Wissenschaft gegen Magie, um Herz gegen Verstand.

Der französische Automatenbauer Robert Houdin baute im 19. Jahrhundert mechanische Apparate, deren Wirkung zur damaligen Zeit nur als Wunder gewertet werden konnte. Die französische Regierung schickte ihn darauf nach Algerien, um lokalen Wunderheilern und geistigen Führern mit dieser „zauberhaften“ Wissenschafts-Waffe entgegenzutreten. Schauplatz drei des Geschehens ist das kanadische Québec in der ein nordafrikanischer Flüchtling die Hauptrolle übernimmt.

Mechanisch und wundersam dürfte auch die Bühne im Salzlager Essen sein. Im letzten Jahr fanden sich die Zuschauer um eine sich drehende Plattform wieder. Mehrere Ebenen und Falltüren sorgten für einen ständigen Auf- und Abgang der Protagonisten. Auch bei Hearts ist die Bühne rund und voller mechanischer Kniffe und erweitert so Sicht- und Sitzgewohnheiten im Theater.

Verlosung

coolibri verlost 2x2 Karten für die Vorstellung am 5. Oktober. Teilnahmeschluss ist am 3. Oktober. 

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