Kunstpunkte: Kunst Backstage

Im WELTKUNSTZIMMER: Rob Voermans „Tarnung“

Ein fertiges Kunstwerk zu betrachten, ist zweifelsohne ein großes Vergnügen. Das allerdings kann noch gesteigert werden, wenn man Details zu seiner Entstehung und Botschaft erfährt – und das auch noch vom Urheber selber und an dem Ort, an dem alles begann: dem Atelier.

Wer keine Künstler im Freundeskreis hat, dem bieten die alljährlich in Düsseldorf stattfinden Kunstpunkte schon seit vielen Jahren Gelegenheit, einen Blick hinter die Kulissen der Kunst zu werfen. Bis zu 65 000 Menschen haben davon in den vergangenen Jahren Gebrauch gemacht. Keine Frage, das Konzept kommt gut an. Das dürfte 2013 kaum anders sein. Am 7. und 8. September können Interessierte den Düsseldorfer Süden erkunden, wo unter anderem die großen Atelierhäuser an der Walzwerk-, Lierenfelder und Himmelgeister Straße ihre Pforten öffnen. Und nicht alles verbirgt sich hinter Mauern – auch auf der Trommelwiese im Volksgarten steht an dem Wochenende nicht die Musik, sondern die Kunst im Mittelpunkt.

Eine Woche später folgt dann die Fortsetzung, diesmal steht der Norden auf dem Programm. Mit dabei: die Flingeraner Ackerstraße, wo in Hinterhöfen und ehemaligen Ladenlokalen eine sehr lebendige Szene entstanden ist. Ein besonderer Kunstpunkt ist das Studio 111 (Kalkumer Str. 60), das erste Atelier für Künstler mit geistiger Behinderung.

Wie schon zuletzt dockt auch die äußerst lebhafte Off-Szene wieder an die Kunstpunkte an. An beiden Freitagen vor den Kunstpunkt-Wochenenden, also am 6. und 13., präsentieren sich rekordverdächtige 32 Off-Räume der Öffentlichkeit. Geplant sind Performances, Filme sowie Konzerte. Das WELTKUNSTZIMMER beispielsweise eröffnet am 6.9. die Ausstellung „Tarnung“ von Rob Voerman, der biomorphe Skulpturen und Zeichnungen zeigt. Eine Woche darauf geht es in der Filmwerkstatt ungleich lauter zu, wenn das Köln-Berliner Duo Dievondavon sowie fragil aus Düsseldorf ihre Instrumente auspacken. Am gleichen Abend ist auch einer der jüngsten Off-Räume in der City zu begehen: das SPAM Contemporary, das in einem ehemaligen Gemüseladen an der Flurstraße 16 residiert.

Bei derart viel Programm kann man leicht den Überblick verlieren, meinen Sie? Dann lassen Sie sich doch von Fachleuten helfen. Am Samstag um 14 und 17 Uhr und am Sonntag um 12 und 15 Uhr starten dreistündige geführte Touren im Oldtimerbus an den Rheinterrassen.

Mehr Kunstartikel

Kunst, Stadtgespräch

Jonathan Meese: Spontanausstellung

„Kunst ist Glück, Glück ist Kunst.“ So einfach ist Jonathan Meese [mehr...]
5.9.–7.10. Galerie Sies + Höke, Düsseldorf
Kunst

Ludwiggalerie Oberhausen: Stars & S...

Mit Einzelausstellungen von Walter Moers, Ralf König, Ulf K. und anderen [mehr...]
14.9.–18.1.2015 Ludwiggalerie Oberhausen
Kunst, Stadtgespräch

Gregor Schneiders KUNSTMUSEUM: Der ...

Haupteingang geschlossen. Dieses Schild allein dürfte in den nächsten [mehr...]
29.8.-12.10. Kunstmuseum, Bochum