Gastspiel aus der Unterwelt: Circus des Horrors

Bitte nicht nachmachen!

Aberwitzige Artistik, halsbrecherische Stunts und Fetish-Shows mit Gänsehaut-Garantie: Es wird gruselig in Duisburg, denn der Circus des Horrors schlägt seine Zelte auf. Schon am Eingang lehren Zombies und Dämonen den Gästen das Fürchten. Wer es ohne Herzinfarkt bis ins Innere des Zirkus schafft, wird dafür mit einer atemberaubenden Show und purem Nervenkitzel belohnt. Bei waghalsigen Aktionen auf dem gigantischen Todes-Rad oder beim Motorrad-Sprung quer durch die Manege begeben sich die Artisten ohne Netz und doppelten Boden in Lebensgefahr. Das in köstliches (Kunst-)Blut getränkte Popcorn bleibt einem spätestens dann im Hals stecken, wenn sich die Norweger Fetisch-Künstler von Pain Solution mit Nadeln und Fleischerhaken traktieren. Auch die Verrenkungen von Gummi-Mensch Alexandr sind gelinde gesagt gewöhnungsbedürftig und definitiv nicht zum Nachmachen geeignet. Sehr unterhaltsam, wenn auch nicht uneingeschränkt heiter, ist der Schabernack von Clown Malefizius, der seine Opfer gerne aus dem Publikum rekrutiert. Da wirkt die Darbietung der unschuldigen Ballett-Tänzerin Camilla fast beruhigend. Aber nur so lange, bis auch sie von den Dämonen und Untoten in ihren Bann gezogen wird.