Elf Fantasy Fair: Jenseits des Alltags

Blaue Stunde im Paralleluniversum: Elf Fantasy Fair | Foto: Mark Kelly

Der Schlossgraben ist die magische Grenze. Dahinter beginnt jenes Reich, in dem der Alltag Lichtjahre entfernt scheint: Elfia. Ein Land mit eigener Fahne, eigener Hymne und sehr eigentümlichen Bewohnern: Waldelfen mit bizarr belaubten Flügeln plaudern einvernehmlich mit Stormtroopern, ein Steampunk erlernt gemeinsam mit einem Ritter und einem Bodypainting-Modell die Kunst des Kendo, während Hobbits sich den Bauch mit mittelalterlichen Fladenbroten vollschlagen. Bereits seit zehn Jahren pilgern einmal jährlich bis zu 25 000 Fantasy-Anhänger nach Arcen. In den dortigen Schlossgärten geht am 14. und 15. September die jüngste Ausgabe der „Elf Fantasy Fair“ über die Bühne. Veranstalter Stefan Struik liegt vor allem die Vielseitigkeit der Veranstaltung am Herzen: „Elfia ist ein bisschen wie Woodstock – alles darf sein und jeder darf mitmachen.“ Und so ist für das zweite Septemberwochenende ein Mix aus Konzerten, Lesungen und Schlachtgetümmel, aus Workshops, Markttreiben und Action-Theater geplant. Mit dabei sind u. a. die deutsche Pagan-Folk-Band Faun sowie ein Hobbitorchester, das neben den tolkienschen Liedern auch Stücke aus Fantasy- und SciFi-Filmen zum Repertoire zählt. Dazu kommen zahlreiche Märchenerzähler sowie die Aktionstheatergruppe Maledictus aus Tschechien. Die eigentlichen Protagonisten aber sind und bleiben die Besucher und ihre Verkleidungen. Das weiß auch Veranstalter Struik: „Es ist besonders, wie viele Stunden Arbeit, wie viel Kreativität und Liebe zum Detail in den Kostümen unserer Besucher stecken“, sagt er. Daher habe man die Kostümparade in diesem Jahr erweitert. Auf die Gewinner warten nun bis zu 500 Euro Preisgeld. Prämiert wird in insgesamt acht Kategorien.

Wer am Wettbewerb teilnehmen mag, kann sich schon jetzt auf elfia.com anmelden.

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