CityLeaks 2013: Maximale Freiheit

Festival-Vorbote: Maya Hayuks Arbeit am Parkhaus Lungengasse, Köln | Foto: Robert Winter

Im September 2011 ging die erste Ausgabe des Urban Art Festivals „CityLeaks“ (übersetzt: undichte Stellen in der Stadt) über die Bühne, das nunmehr alle zwei Jahre ausgerichtet werden soll. Zwischen dem 2. und 22. September ist es wieder so weit. 30 internationale und nationale Künstler haben die Veranstalter von artrmx e. V. und Colorrevolution e. V. nach Köln eingeladen.

Ihre Werke sind einerseits in Galerien und Off-Räumen zu sehen. In erster Linie aber werden die Kreativen frei nach dem Motto „Kunst soll für alle zugänglich sein“ im öffentlichen Raum intervenieren – sei es nun mit zeitgenössischer Malerei, Video, Fotografie, Installation, Performance oder Lichtkunst. So wolle man bewusst die offene Konfrontation zwischen der Architektur der Stadt, den Kunstwerken/Aktionen und einem breiten Publikum erreichen, lassen die Veranstalter wissen. Kontroversen, wie um einige der 2011 aufgebrachten Murals entstanden, nehmen die Organisatoren dabei bewusst in Kauf. „Es ist für uns selbstverständlich, den Künstlern bei ihrer Arbeit sowie in der Wahl ihrer Themen und Motive maximale Freiheiten zuzusichern“, geben sie zu Protokoll. Die Protagonisten der Szene werden es ihnen danken und den öffentlichen Raum nachhaltig verschönern.

Foto: Laurent Impeduglia

Doch es geht keinesfalls nur um harmlose Schönheit. Viele der Mitwirkenden haben eine mehr oder wenige subtile Botschaft, die sie, verpackt in Kunst, senden möchten. ARYZ aus Spanien, M-City aus Polen oder Byram Tunez aus Belgien sind nur drei unter vielen, die an den Rhein reisen. Dort soll im Vergleich zum CityLeaks-Debüt vor zwei Jahren 2013 alles noch schöner und größer werden. Das bedeutet neben einer Ausweitung des kuratorischen Programms auch ein Mehr beim Vermittlungsangebot. Führungen und Filmabende bilden zusammen mit Künstlergesprächen, kreativen Workshops und einem Symposium den Rahmen. Um all das stemmen zu können, macht man nicht nur mit dem Düsseldorfer Pendant „40 Grad – Urban Art“ gemeinsame Sache. Kooperationen gibt es auch mit Festivals, Galerien und Vereinen aus Hamburg, Zaragossa, Heerlen, Zagreb, Besançon und Toulouse.

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