Design Gipfel Essen: Gipfel der Lustbarkeiten

Gipfeltreffen mit Anna (li.) und Katherina

Dass der Ende 2010 ins Leben gerufene Design Gipfel neben einem Stammpublikum auch über zahlreiche Stammverkäufer verfügt, die bei der nächsten Gelegenheit am 14. und 15. September im depot wieder ihre einzigartige Ware feil bieten, hat sicherlich mit den zufriedenstellenden Umsätzen zu tun. Hinzu kommt, dass sich die beiden Organisatorinnen Anna Anastasova und Katherina Lindenblatt weit mehr um ihre Gäste kümmern, als ihnen nur einen Verkaufsplatz zuzuweisen.

Denn die beiden Diplom-Designerinnen wissen aus eigener Erfahrung, was es für ein Knochenjob sein kann, an zwei Tagen fast ohne Pause je zehn Stunden lang seinen Stand zu betreuen. „Manch einer hat gerade mal so eben Zeit, umauf die Toilette zu gehen“, erzählt Anna vom im wahrsten Sinne des Wortes Full-Time-Job eines Messeverkäufers. Deshalb verteilen Anastasova und Lindenblatt während der Gipfel-Tage Lunchpakete mit Essen & Trinken an die Designer und stehen jederzeit als Ansprechpartner bereit.

Mussten Anna und Katherina zum Start ihrer Veranstaltung passende Verkäufer noch gezielt ansprechen, so hat sich die Belegung der knapp 50 verfügbaren Standplätze mittlerweile vor allem über Mund-zu-Mund-Empfehlungen schon fast zu einem Selbstläufer entwickelt. „Wir haben viel mehr Anfragen als Plätze und wählen daraus vor allem trendige und moderne Sachen, die gezielt ein junges Publikum ansprechen“, beschreibt die gebürtige Bulgarin Anastasova die Auswahlkriterien.

Zu den Verkäufern in Dortmund zählt Christine Wiegelmann. Die Floristin und Designerin aus dem Sauerland verknüpft ihre Talente, in dem sie zum Beispiel Blumen in Verbindung mit Harz konserviert und anschließend zu Schmuckstücken weiterverarbeitet oder auch Postkarten gestaltet, die dann nach dem jeweils abgebildeten Motiv riechen.

Aus Berlin ist das Label „Schöne Schreibwaren“ zu Gast und bietet unter anderem Füller, Kalender und Notebook-Taschen an. Das Team um Hardy Ketterer setzt explizit auf Präsenz bei ausgewählten Design-Märkten und verzichtet auf den Verkauf ihrer Produkte per Internet. Der Grund: „Unsere Sachen muss man anfassen und ausprobieren.“ Ein Heimspiel in Dortmund hat Alexandra Bartsch, so dass vor allem die Motive vom U-Turm oder der Phoenix-Industriekulisse aus dem Portfolio der Fotografin, die ihre Bilder auf Rahmen zieht, auf reges Interesse stoßen sollten.

Anna Anastasova ist optimistisch: „Dortmund macht sich sehr gut. Bei der letzten Ausgabe im Frühling hatten wir an zwei Tagen 4 000 Besucher.“ Nur gut, dass auf 1 200 qm ausreichend Platz für alle vorhanden ist.