Schrott, Trucks, Europa und mehr: Die Installation der Ruhrtriennale

"Europa" ist nur eine von vielen Installationen. | Foto: Mara Hess

Die Ruhrtriennale ist in ihre dritte und damit letzte Spielzeit unter der Intendanz von Johan Simon gestartet. Vom 18.08. bis zum 30.09. finden rund 135 Veranstaltungen statt. Auch Installationen gibt es einige. Darunter drei ganz besondere Installationen. Wir haben uns mal umgesehen.

Lichtinstallation Europa

| Foto: Mara Hess

Zum Thema Europa gibt es zurzeit vor allem sehr viel Negatives. Der simple Schriftzug aus 33 Leuchtstäben am Westgiebel der Jahrhunderthalle soll nun ein positives Statement zu Europa geben. Die Architekten und Raumplaner von morePlatz starteten das Projekt in Berlin, wo der Schriftzug bereits ein halbes Jahr zu sehen war. Die einzelnen Leuchtstäbe stehen auch für die 33 Paten, die das Projekt durch ihre finanzielle Unterstützung ermöglichten.

Truck Tracks Ruhr – The Compilation

| Foto: Mara Hess

Im vergangen Jahr machte das Projekt Trucks Tracks Ruhr verschieden Orte des Ruhrgebiets zu außergewöhnlichen Bühnen des Alltags. Zuschauerinnen und Zuschauer hatten die Möglichkeit ihre Außenwelt aus dem Inneren eines fahrbaren Zuschauerraums unerkannt zu beobachten. Die Filmemacher Ulrike Franke und Michel Loeke begleiteten das Projekt. Ihre Filme sind nun in der Mischanlage Kokerei Zollverein in Essen als Audiovisuelle Gesamtkompositionen zu sehen.

The Good, the Bad and the Ugly

Der holländische Bildhauer Joep van Lieshout verwandelt den Vorplatz der Jahrhunderthalle unter dem Thema The End of Everything zum Festivalzentrum der Ruhrtriennale. In den verschiedenen Skulpturen gibt van Lieshout seiner Idee Ausdruck, dass alles in großem Maßstab zerstört werden muss, um einen kreativen Neuanfang zu ermöglichen. Er blickt mit einem großen Fragezeichen auf unsere heutige Welt, die von Veränderungen geprägt ist: „Was sollen wir machen?“ – „Haben wir noch Zeit oder ist es schon zu spät?“ 

The House of The End of Everything mit Bronco

Bronco in Aktion.
| Foto: Mara Hess

In der mobilen Werkstatt befindet sich die große hydraulische Presse Bronco. Die Presse zerstört Alltagsgegenstände, aus denen van Lieshout neue Kunstwerke entstehen lässt.

Hammerhead

|Foto: Mara Hess

Dieser Hammer dient van Lieshout der Zerstörung. „Zerstörung soll man seriös nehmen”, stellt van Lieshout fest und hat deshalb mehrere Ausführungen der Hammerheads, die zu verschiedenen Arten der Zerstörung geeignet sind.

War

| Foto: Mara Hess

In dieser Skulptur finden sich 8 Feuerlöscher, die van Lieshout mit viel Leidenschaft zerstört hat. Er möchte damit die Frage aufwerfen,  inwiefern Lebenslust durch Sicherheit beschränkt werden sollte.

The Invisible Hand

| Foto: Mara Hess

Van Lieshout sieht die Ökonomie als eine unsichtbare Hand, die alles steuert.

Tree of Life

| Foto: Mara Hess

Für Joep van Lieshout wirft die Skulptur des Lebensbaums die Frage auf, ob die Menschen an dem Baum wachsen oder aufgehängt wurden?

Weltmeister

| Foto: Mara Hess

Joep van Lishout: „Die Welt zu meistern ist eben nicht so einfach.“

Fog Horn

| Foto: Mara Hess

Die Schiffshörner hat  Joep van Lieshout selbst gebaut. Um das Ende von allem zu feiern erzeugen sie einen kräftigen dumpfen Ton.

Pulse Lamp

| Foto: Mara Hess

Die rote Lampe im Käfig stellt den Herzschlag des Lebens dar. „Wenn es ein Ende gibt, muss es auch einen Anfang geben“, erklärt van Lieshout. Symbolisch für die Geburt eines Kindes in Bochum blitzt die Lampe regelmäßig auf. 

Joep van Lieshout & Birds

| Foto: Mara Hess

Joep van Lieshout steht neben seiner Skulptur Birds, die er aus einer alten Kopiermaschine erstellt hat. 

BarRectum

| Foto: Mara Hess

Die Nachbildung des Verdauungssystems stammt aus einer Reihe von Kunstwerken, bei denen van Lieshout sich intensiv mit den Organen des menschlichen Körpers auseinandersetzte. 

Sanitary Silos

| Foto: Mara Hess

Schon aus den Vorjahren der Ruhrtriennale bekannt, in denen van Lieshout auch schon seine Kunstwerke ausstellte: Die Silos, in deren Inneren sich tatsächlich Sanitäre Anlagen befinden.