Ruhr CSD: Falsche Diva für echte Rechte

Ikenna: Whitney Houston (fast) | Foto: Schuhmann

Zum zehnten Mal feiern Schwule und Lesben dieses Jahr in Essen den Ruhr CSD. Er ist nicht nur das größte Straßenfest dieser Art im Ruhrgebiet, sondern seit vergangenem Jahr auch das einzige mit einer – zumindest kleinen – Parade. Umzugswagen wie bei der großen Schwester in Köln darf man sich da zwar nicht vorstellen, aber die Kumpelparade ist ein guter Ansatz, die Anliegen des CSDs auch jenseits des Straßenfestes auf dem Kennedyplatz in der samstäglichen Innenstadt deutlich zu machen. Das diesjährige Motto greift das beherrschende Polit-Thema des Jahres auf: „Gleiche Rechte – nur mit uns“. Auch beim traditionell stark politisch geprägten Bühnenprogramm wird die Gleichstellung von Ehe und Lebenspartnerschaft sicherlich das beherrschende Thema sein. Daneben ist der Ruhr CSD aber natürlich eine große Party. Auch 2013 gibt es wieder eine eigene Tanzbühne und auf dem Kennedyplatz ein typisches Showprogramm, bei dem Musical, Artistik vom Varieté-Theater GOP und Travestie dominieren. Bekanntester Künstler dürfte dabei der Nigerianer Ikenna Benéy sein. Das Whitney-Houston-Double wurde weltweit berühmt, als anlässlich des Todes der Sängerin der amerikanische Sender CNN versehentlich ein Bild des Travestiekünstlers zeigte.

 

2.–4.8., Fachhochschule, Düsseldorf

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