Ralf Richter: Ehrliches Engagement

Ralf Richter | Foto: Timm Ortmüller

Er hat ein Herz für Underdogs und kümmert sich als Schirmherr gerade intensiv um ein Hotel, das für Obdachlose in Köln gebaut werden soll. „Jeder Mensch hat in seinem Leben Hoch und Tiefphasen“, sagt der Schauspieler Ralf Richter und erklärt die Wichtigkeit dieses Projekts: „Momentan werden jeden Monat 30 Familien in Köln obdachlos, dagegen muss man etwas unternehmen.“

Mangels nötiger öffentlicher Gelder und der Finanzknappheit der Kommunen wird wohnungslosen Menschen zwar Wohnraum garantiert, allerdings oft in typischen „Obdachlosen-Häusern“ mit Mehrbettzimmern, die keine Privatsphäre zulassen. Es sind meist nur unwürdige Notunterkünfte. Diese Unterbringungen sind Verwahr-Orte, die der Würde des Menschen nicht gerecht werden.

Zusammen mit dem Pfarrer Hans Mörtter und dem Künstler Cornel Wachter hat Ralf Richter das Projekt „7 Sterne Hotel“ ins Leben gerufen. Unterstützung bekommt das Trio von vielen Seiten. Etwa aus der Kolping-Familie oder von Barbara Moritz, die Fraktionsvorsitzende bei den Grünen in Köln ist. „Ein geeignetes Bau-Objekt fehlt uns noch in der Kölner Innenstadt, aber das wird sich sicher in der nächsten Zeit finden. So bald wir das Haus haben, werden wir es mit einem mehrteiligen TV-Format begleiten. Den Effekt, den wir uns davon erhoffen, ist, dass das Projekt des Obdachlosen-Hotels auch in andere Großstädte gebracht wird. In jeder deutschen Stadt“, so unterstreicht Richter die Wichtigkeit, „sollte so ein Haus entstehen.“

Film, Fernsehen und Radio

Die Schauspielerei kommt beim 56-Jährigen natürlich auch nicht zu kurz. Als sein Alter Ego Kalle Grabowski dreht er gerade kleine Formate für den Radiosender Einslive und kommentiert im knurrigen Ruhrpottslang das Tagesgeschehen in humorigen Kurzfilmen. Daneben ist eine Auto-Sendung über Youngtimer geplant. Mit seinem Sohn Max entwickelt er gerade ein Konzept, das die Unna-Trilogie von Regisseur Peter Thorwarth aufgreift. In „Bang Boom Bang“ ist Ralf Richter cholerischer Verbrecher, in „Was nicht passt wird passend gemacht“ Bauarbeiter und in „Goldene Zeiten“ ein Bordell-Besitzer. „In allen drei Filmen heißt die Filmfigur, die ich dort spiele, mit Nachnamen Grabowski. Wir planen nun eine Kriminal-Komödie, die diesmal in Bochum und Umgebung spielen soll und in der alle drei Figuren auftauchen. Der erste Trailer wird bald ins Netz gestellt, die Produktionskosten sollen über ein Crowdfunding-Projekt finanziert werden.“

Ein kleines Jubiläum gibt es noch on top. Denn diesen Sommer wird „Bang Boom Bang“ 15 Jahre alt. Beim großen Kino Open-Air auf der Seebühne im Westfalenpark wird für den Kultfilm am 11. Juli eine besondere Jubiläums-Party gefeiert.

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