Weiße Nächte: Park-Erlaubnis

| Foto: G. Rittner

Eine laue Sommernacht in einem beleuchteten Park mitten im Ruhrgebiet – was kann schöner sein? Nun, wenn man in dieser Location noch ausgefallene Theaterinszenierungen und spannende Konzerte genießen kann, ohne auch nur einen Cent dafür zu zahlen, hat das einen deutlichen Mehrwert. Die Weißen Nächte des Mülheimer Theater an der Ruhr machen’s möglich. Die Bühne zieht kurzerhand auf den Rasen und sorgt für fünf spannende Kulturnächte unter freiem Himmel. Der kleine Prinz zeigt sich in der Inszenierung des Theaters an der Ruhr als versoffener Greis, Clown und Clochard. Mit „Wer hat meine Schuhe vergraben?“ liefert das Ensemble ein poetisch-opulentes Improvisationstheater auf den Spuren der Geschichte Mülheims. Eröffnet werden die Vorstellungen jeweils durch kleine, feine Konzerte. Cyminology vermixen gekonnt persische Lyrik mit modernem Jazz, und das Quartett Uwaga! sorgt mit multikulturellem Gypsy-Punk für anarchistische Akzente. Übrigens sind nicht nur die Erwachsenen im Glück, der Grimmsche Hans ist es ebenfalls, wie sich am Sonntagnachmittag in der Kindervorführung zeigen wird.