Kurt Jooss Preis 2013: Tanz, Triumph, Trophäe

Ambitioniert und nominiert: Maura Morales | Foto: Simon Rauh

Tänzer und Choreograph; Mitbegründer der Folkwangschule (heute: Folkwang Universität der Künste) und Gründer des dortigen Folkwang Tanzstudios (1928); Schüler von Rudolf von Laban und Lehrer der großartigen Pina Bausch. Durch seine Synthese aus klassischem Ballett und modernem Ausdruckstanz avancierte Kurt Jooss (1901–1979) zum Wegbereiter des Tanztheaters, durch sein 1932 in Paris uraufgeführtes Meisterwerk „Der Grüne Tisch“ – ein „Totentanz in acht Bildern“ und das erste politische Ballet überhaupt – zur internationalen Berühmtheit.

Anlässlich seines 100. Geburtstages lobte die Stadt Essen anno 2001 zusammen mit der von Jooss‘ Tochter gegründeten Anna und Hermann Markard Stiftung erstmals den internationalen Kurt Jooss Preis für den ambitionierten choreographischen Nachwuchs aus. Die diesjährigen Anwärter auf die im Drei-Jahres-Takt verliehene und mit 6 000 Euro dotierte Trophäe sind Wu-Kang Chen und Su Wei Chia aus Taiwan, die Kubanerin Maura Morales und die Japanerin Chikako Kaido. Mit ihrer jeweiligen Performance werden sie am 13. Juli im Choreographischen Zentrum auf Zollverein um die Gunst des geneigten Publikums und der prominent besetzten Jury buhlen.