Impulse Biennale zeigte Höhepunkte der freien Theaterszene

Graz Alexanderplatz vom Theater im Bahnhof | Foto: Johannes Gellner

Mit vielen Veränderungen 2013 gestartet, ist die Impulse Theater Biennale umso erfolgreicher beendet worden. Die neue kuratorische Linie, die sich weniger am Wettbewerb orientiert und das Festival stärker in den einzelnen Städten verortet, ist aufgegangen. Mit Florian Malzacher, der gemeinsam mit der Dramaturgin Stefanie Wenner, das neue Konzept entwickelt hat, ist vor allem der thematische Kontext der gezeigten Stücke in den Vordergrund gerückt. Unter dem Titel „Under the Influence“ wurde erstmalig auch Premieren, Koproduktionen und Auftragsarbeiten gezeigt.

Eines ist jedoch geblieben: Die Impulse Biennale ist weiterhin ein Fixpunkt für die freie Theaterarbeit. Und agiert hier nicht nur als künstlerisches Aggregat, sondern auch als kulturpolitischer Lobbyist, der vor allem in der derzeitigen Kunstfinanzierungskrise dringend benötigt wird.  

Alle Rezensionen zur Impulse Biennale 2013

Dagewesen: Der (kommende) Aufstand

andcompany&Co. sind ein seit 2003 bestehendes internationales Künstlerkollektiv. Mit dem „(kommenden) Aufstand“ haben sie die Revolte der niederländischen sogenannten Geusen Mitte des 16. Jahrhunderts mit den aktuellen Wutbürger-Protesten in Spanien und anderswo sowie der Occupy-Bewegung weltweit verknüpft. Die zugrunde liegenden Texte sind Schillers „Don Carlos“ und seine „Geschichte des Abfalls [mehr...]


Dagewesen: Teenage Lobotomy

Christian Garcias Wurzeln liegen in der Musik. Er hat klassische Gitarre, Klavier und Musikpädagogik studiert, mittlerweile komponiert er für die unterschiedlichsten Performancegruppen sowie für Filmregisseure. Mit „Teenage Lobotomy“ präsentiert er einen Theaterabend, der das Publikum auffordert, sich mit der Dauerbeschallung des Alltags auseinanderzusetzen. Musik ist das Medium, wofür [mehr...]


Impulse Biennale 2013 - Graz Alexanderplatz. Rezension von Julia Streich. 

Dagewesen: Graz Alexanderplatz

Zeitgenössisches Volkstheater – was ist das? Springen da Lederhosen tragende Burschen umher, die auf ihren Laptops Videoinstallationen abspielen, während Sahnetorten über die Bühne fliegen? Oder heißt zeitgenössisches Volkstheater ein Theater für das Volk, ein Theater, das das Volk versteht. Ein Theater, welches aktuelle Gesellschaftstendenzen aufgreift und experimentierfreudig auf einer Bühne als [mehr...]


Dagewesen: Nebenschauplätze Nr. 1 - DAS 20. JAHRHUNDERT

Das Kölner Regie- und Autorenduo Hofmann&Lindholm bietet mit seinem Stück bei der Impulse-Biennale Erinnerungstheater, es führt ein „Re-Enactment flüchtiger Erscheinungen“ auf. Einfach wirkende Mittel werden eingesetzt, um den Abend zu gestalten: alles szenische lassen Hofmann&Lindholm als Schattenspiel im leeren Raum stattfinden. Es gibt keine Dialoge, es gibt keine Handlung, es gibt keine [mehr...]


Dagewesen: Revolution Vakuum

Der Protest beginnt stumm. Ein Mann spielt stumm Gitarre, er schreit stumm in ein Mikrofon, das von der Decke hängt. Von der Decke hängen weitere Dinge: Gitarren, Mikros, ein Palästinensertuch, eine türkische Flagge. Es sind Mitstreiter, Verbündete, und dennoch nur Symbole. Doch die Symbole tragen den Protest, geben dem Kampf ein Fundament. Diese Basis ist nötig für das Wir-Gefühl, denn das „Wir [mehr...]