Toughest Firefighter Alive in Mönchengladbach

Von der Rolle

Tougher als die Polizei erlaubt – Mönchengladbach sucht den härtesten Feuerwehrmann Europas

Voller Körpereinsatz unter extremen Bedingungen, Schnelligkeit, Präzision und das alles gegen die Zeit – das ist der Alltag eines jeden Feuerwehrmannes. Noch eine Portion Sportsgeist hinzu und fertig ist der Contest zum härtesten Feuerwehrmann Europas, dem „Toughest Firefighter Alive“.

2014 jährt sich der Wettbewerb in Mönchengladbach zum 16. Mal, organisiert von der Mönchengladbacher Berufsfeuerwehr. Rund 100 Einzelteilnehmer und 24 Staffeln aus ganz Deutschland, aber auch aus Tschechien und Großbritannien messen sich an zwei Tagen im selbsternannten„härtesten Feuerwehrwettkampf der Welt“.

Beweisen müssen sich die Teilnehmer in einem Programm, das sich gewaschen hat. Vier Stationen, die dem Feuerwehralltag nachempfunden sind, verlangen selbst den Härtesten alles ab: Zunächst müssen zwei Löschschläuche 80 Meter weit gezogen und danach wieder aufgerollt werden. Die Schläuche sind mit einem Gesamtgewicht von 100 kg nicht gerade Leichtgewichte; hinzu kommt die komplette Feuerwehrausrüstung, die mit etwa 15 kg zu Buche schlägt. Zusätzlich erschwerend ist die Last des Pressluftgerätes auf dem Rücken und die Herausforderung, die Kondition unter Atemschutz zu halten.

An der zweiten Station werden die Bizeps auf die Probe gestellt: Hier wird an der sogenannten „Keiser Force Machine“ horizontal ein Gewicht mit einem Hammer bis zur Markierung geschlagen. Anschließend geht es mit zwei 10 kg Kanistern in gebückter Haltung durch einen Tunnel, bevor ein 80 kg schwerer Dummy über eine Strecke von 80 Metern getragen wird. Das letzte Hindernis der zweiten Station ist eine drei Meter hohe Eskaladierwand, die mithilfe eines Seils überwunden wird.

Danach dürfen die Teilnehmer kurz verschnaufen und die Oberarme erst einmal für 15 Minuten Pause einlegen. An Station 3 geht es nämlich ans Eingemachte: Zwei 15 kg Kanister werden ins zweite Obergeschoss getragen; oben angekommen, werden mithilfe eines Seilzuges zwei Löschschläuche hochgezogen. Die zwei Kanister müssen danach wieder herunter getragen werden; abschließend ist Fingerspitzengefühl angesagt beim Anschrauben eines Mundstücks an ein Stahlrohr.

Bei der letzten Station trennt sich die Spreu vom Weizen: Wer ist hart genug, die 300 Stufen des Elisabeth-Krankenhauses in Mönchengladbach bis ins 15. Stockwerk zu erklimmen? Der Teilnehmer mit der schnellsten Gesamtzeit gewinnt und darf sich ein Jahr lang mit dem Titel „härtester lebender Feuerwehrmann“ rühmen.

Feuerwehralltag zum Anfassen und Mitfiebern gibt es bei diesem außergewöhnlichen Event, das Sport, Leistungswettkampf und Unterhaltung vereint. Abgerundet wird das Ganze durch ein umfangreiches Rahmenprogramm für Groß und Klein: Hüpfburgen, Kinderschminken, eine Fahrzeugausstellung und auch für das leibliche Wohl ist gesorgt.

Toughest Firefighter Alive: 13.6. ab 11 Uhr & 14.6. ab 8:30 Uhr, Elisabeth-Krankenhaus, Hubertusstr. 100, Mönchengladbach