Tresen-Filmfestivals: Auf dem Kneipen-Bildschirm

Spaßige Doku aus dem Neandertal: In Memoriam

Wie lang darf eigentlich ein Kurzfilm sein, damit er noch ein Kurzfilm ist? Daniel Gerken kommt ins Grübeln. „Also ich glaube, das kann jeder Regisseur selbst bestimmen. Unsere Filme dürfen auf jeden Fall nicht länger als 30 Minuten sein.“ Unsere Filme – damit meint der studierte Kameramann die Filme des Dortmunder Tresen-Filmfestivals. Vom 25. bis 27. Juni lässt er auf den Bildschirmen von Dortmunds Kneipen mal was anderes als Schwarz-Gelbe Trikots laufen: Kurzfilme. Ausgedacht hat sich das Konzept sein ehemaliger Kommilitone Johannes Klais. Bei den ersten zwei Tresen-Filmfestivals war Daniel Gerken bloß Gast: „Ich war echt skeptisch und dachte, die quatschen sicher bloß. Aber die Leute haben wie gebannt auf die Bildschirme gestarrt.“ Das El Mundo ist auch in diesem Jahr wieder eine der drei Austragungs-Kneipen, die anderen zwei sind das SissiKingKong am Hafen und das Balke in der Südstadt. Unter den Filmen sind ernsthafte Werke wie das Familiendrama „Şamil“ von Elmar Imanov, aber auch unterhaltsame Streifen wie der Skateboard-Film „The Hills of our Fathers“ und „In Memoriam“, eine Doku über einen Autofriedhof im Neandertal.