Ruhrfestspiele: Erfolg auf allen Bühnen

Szene Hedda Gabler | Foto: Torsten Janfeld

Theaterfreunde dieser Welt, schaut auf diese Stadt! Die diesjährigen Ruhrfestspiele in Recklinghausen sind beendet. Die Veranstalter ziehen ihr durchweg positives Resümee. Denn erneut fanden vom 1. Mai bis zum 16. Juni unter dem diesjährigen Motto „Aufbruch und Utopie“ die nun in die 67. Runde gegangenen Ruhrfestspiele statt.

Über das gesamte Gebiet von Recklinghausen verteilt, wurden dieses Jahr insgesamt 314 Aufführungen gezeigt. An sechs Spielstätten unter anderem dem Theater Marl und natürlich dem Ruhrfestspielhaus, besuchten insgesamt 84 146 Besucher die einzelnen Spielstätten. Neuer Rekord.

Jürgen Fiedeler, seines Zeichens Verwaltungsdirektor und stellvertretender Geschäftsführer, sprach, in diesem Zusammenhang von „einem wirklich tollen Erfolg“. Auch der kleine Ableger, das FRINGE Festival, verzeichnete Erfolge: Im Zeitraum vom 21.Mai bis 8. Juni ließen 24 Ensembles aus zehn verschiedenen Ländern, die Herzen der Kulturliebenden höher schlagen.

Insgesamt, so der Festivalleiter, Dr. Frank Hoffmann, gab es einige emotionale und intellektuelle Erlebnisse. Gemeint ist hiermit unter anderem der große Erfolg des Kinder- und Jugendtheaters in Marl: 6 000 Besucher. Ferner spricht Hoffmann von den großen Frauenfiguren, welche auf den Ruhrfestspielen zu erleben waren. Neben Nina Hoss, die in der Eröffnungspremiere von „Hedda Gabler“ begeisterte, waren Cornelia Froboess (Die Anarchistin) oder Jacqueline Macaulay (Rose Bernd) zu sehen und bestaunen.

Abschluss fanden die diesjährigen Spiele am 15. Juni mit einem Konzert der Fantastischen Vier, die im Stadtgarten dem Publikum ordentlich einheizten.So wurde in den Sommer hineingespielt, und für jeden bleibt nun das gute Gefühl, dabei gewesen zu sein. Und natürlich die Vorfreude auf das nächste Jahr.

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