Hi Dad: Daddy Cool im Stratmann's

Ein Mann und ein Gymnastikball. Mehr braucht’s nicht, um Hi Dad, das Pflicht-Stück für alle (werdenden) Eltern auf die Bühne zu bringen: Der Ball ist wahlweise ein Baby-Bauch, mal ein Gynäkologiestuhl, dann die schwangere Gattin Heike höchst selbst. Der Mann ist mal euphorisch-gefühlsduselig, dann aber auch wieder angsterfüllt, wie das eben so ist, wenn man den Fußball gegen den Sitzball eintauschen muss. Hi Dad mit Felix Theissen als Neu-Papa spricht allen Menschen, die keine Vornamen mehr haben, sondern nur noch „Die Mutter von“ bzw. „Der Vater von“ heißen, aus der geplagten Seele. Das Stück des isländischen Autors Bjarni Thorsson wurde wie zuvor „Caveman“ von Esther Schweins in Szene gesetzt und ist ebenso turbulent, witzig und scharf beobachtet wie die Jäger-und-Sammler-Farce. Dynamisch und nicht immer ganz jugendfrei schlüpft Theissen in verschiedene Rollen und beleuchet das ganze Universum eines schwangeren Mannes, der sich fragt: Kann man Kinderwagen auch frisieren und wann wird es wieder so sein wie früher?