Unentdecktes Land: Der Rechener Park

Verwaltungsangelegenheit

Der Rechener Park im Stadtteil Ehrenfeld ist ein unentdecktes Land. Ein paar Jogger und Hundebesitzer verirren sich hierher, zur Naherholung suchen die Städter jedoch eher andere Orte auf. Die Stadtverwalter, eine Truppe, die künstlerische Interventionen im öffentlichen Raum organisiert, hat den kleinen Wald links und rechts der Königsallee jetzt entdeckt. „Durch seine alten Bäume und die Natur fasziniert er, ist aber gleichzeitig an vielen Ecken schmuddelig und dreckig“, erklärt Gregor Betz seine Faszination. „Verkehrte Wald“ heißt die Aktion, mit der die Stadtverwalter ihn am 23. und 24. Juni, dem Tag der Architektur, ins Bewusstsein rücken wollen. Schon Anfang des Jahres riefen sie auf, Projektvorschläge einzureichen, die „überraschen, Sinne täuschen, verzaubern, verblüffen, verfremden, ad Absurdum führen“ sollen. Knapp vierzif Reaktionen kamen: Eine Schulklasse, freischaffende Künstler, kulturinteressierte Rentner und sogar der Kurs einer Kunstakademie bewarben sich. Was genau im Wald passiert, soll eine Überraschung bleiben. Nur so viel sei verraten: Das Spektrum reicht von Kunstinstallationen über Fotografie und Malerei, (absurdes) Theater, akustische Musik bis hin zu einer „Sammelstelle für Erinnerungen“.