Schauspieler droht Umzug: Arnsberg rettet PRT-Premiere

Burkhard Römmelt (3.v.l.) hat Noor Shawish (mitte) geholfen, in Bochum bleiben zu können. | Foto: Schuck/PRINZREGENTTHEATER

Aufatmen im Prinz-Regent-Theater (PRT). Beinahe wäre die Premiere von „Don Quijote – Die Welt, so wie sie ist“ geplatzt. Schauspieler Noor Shawish sollte nach Sachsen umgesiedelt werden. Doch dann griff die Bezirksregierung ein.

Noor Shawish ist syrischer Flüchtling – einerseits. Anderseits ist er auch Schauspieler im transkulturellen Grubengold-Projekt am PRT und soll bei Don Quijote auf der Bühne stehen. Der 26-Jährige hat sich mittlerweile gut in Bochum eingelebt, sollte aber plötzlich eine ganz andere Seite Deutschlands kennenlernen. Die ostdeutsche. Das Jobcenter Bochum hatte bei einer Überprüfung nämlich rausgefunden, dass Shawish zur Durchführung seines Asylverfahrens dem Land Sachsen zugewiesen wurde. Ihm drohte die erneute Entwurzelung und dem PRT der Verlust eines Schauspielers samt geplatzter Premiere.

Zum Glück gibt es Burkhard Römmelt. Er ist bei der Bezirksregierung Arnsberg zuständig für die Vermittlung zwischen Geflüchteten und Behörden. Und er war es, der dafür sorgte, dass Noor Shawish in Bochum bleiben kann. Der Syrer hat zwei Praktika abgelegt, eines davon im Prinz-Regent-Theater. Dadurch konnten er und Burkhard Römmelt nachweisen, dass der Flüchtling in Deutschland einen Beruf erlernen möchte. Das hat auch die Bezirksregierung eingesehen. Und deswegen darf er aus integrativen Gründen in Bochum bleiben. Arnsberg gut, alles gut. SeRi