Titanic-Zeitzeuge: Martin Sonneborn

| Foto: FluPopow

Schon in seiner Magisterarbeit beschäftigte er sich mit dem Titanic-Magazin und den Wirkungsmöglichkeiten von Satire. Später selber Redakteur bei dem Blatt, schaffte er es 2000 gar zum Chefredakteur. Man kann wohl sagen, dass er allein durch seine Medienpräsenz mittlerweile der Inbegriff von Satire in Deutschland ist. Martin Sonneborn übergab das Titanic-Zepter 2005, ein Jahr später übernahm er die Leitung der Satire-Rubrik „Spam“ auf Spiegel Online. Darüber hinaus begegnet er einem als Reporter in der ZDF heute-show oder als Vorsitzender der Partei DIE PARTEI. Oder auf der Bühne.

„Ein Abend mit Martin Sonneborn ist ein ganz unaufgeregtes Multimediaspektakel mit langweiligen, hochpoetischen Lesepassagen aus ‚Heimatkunde’, lustigen Filmen und brutaler politischer Agitation zugunsten der PARTEI, die in Deutschland immer noch unbemerkt nach der Macht greift.“ So oder ähnlich muss natürlich eine Programminfo für einen Satiriker formuliert sein, und auch der Titel „Krawall und Satire“ gibt eine deutliche Marschrichtung vor. Dem (stets) politischen Sonneborn attestierte einst die taz: „Der Buster Keaton der deutschen Politik!“

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