Sweet Sixteen: PARKHAUS Düsseldorf

Die Pforte zur Kunst

Es liegt in der Natur von Off-Räumen, dass sie selten über Jahrzehnte existieren. Sie entstehen an ungewöhnlichen Orten. In Hinterhöfen. Leerstehenden Ladenlokalen. Und genauso schnell, wie sie gekommen sind, verschwinden sie oft wieder.

Das PARKHAUS im Düsseldorfer Malkastenpark markiert da eindeutig eine Ausnahme. Im Sommer 1997 starteten Gregor Russ, Jost Wischnewski und Karl Heinz Rummeny in dem Haus im Park ihre Aktivitäten. „Wir wollten ein experimentelles, international ausgerichtetes Ausstellungsforum schaffen, vorwiegend für junge Positionen“, schreibt Rummeny im Vorwort zum vor einigen Wochen publizierten PARKHAUS-Katalog. Auf über 300 Seiten blickt das Buch auf die ersten hundert Ausstellungen zurück, die zwischen 1997 und 2011 in dem Raum stattfanden. Blinky Palermos Werk wurde dort ebenso vorübergehend geparkt wie das von Christian Marclay, Rosilene Luduvico oder Stefan Demary. Auf eine Lieblingsausstellung mag sich Rummeny, der das Projekt mittlerweile im Alleingang weiterführt, zunächst nicht festlegen. Bis ihm Beuys einfällt. Natürlich. „Ich habe in meinem Leben keinen interessanteren Menschen kennengelernt“, sagt er. Ob es bei dem Favoriten bleibt, wird die Zukunft zeigen. Denn natürlich wird die „Baracke“, wie Rummeny den Raum liebevoll nennt, auch jenseits der hundert weiterbespielt. Zwischen dem 4. und 10. Mai sind unter dem Titel „Long vein out“ Arbeiten von Susanne Giring, Christian Keinstar und Christine Philipp zu sehen. Vielleicht ist das Lüftchen dann auch schon wieder so lau, dass man im Jacobigarten sitzen kann. Nicht umsonst hat es schließlich ein PARKHAUS-Gartenstuhl auf den Titel des Katalogs geschafft.

PARKHAUS-Katalog, zu erwerben in der Kunsthalle, bei PARKHAUS-Eröffnungen sowie direkt unter rummeny@t-online.de, 20 Euro (ggf. + Versandkosten)

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28.3., Palladium, Köln

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