Ruhrtriennale: ein Überblick

Stifters Dinge | Foto: Klaus Grünberg

Massive Triennale

Heiner Goebbels geht in sein zweites Ruhrtriennale-Jahr. Das Festival startet zwar erst im August, aber erfahrungsgemäß sind Tickets für die Highlights verdammt schnell weg, wenn der Vorverkauf (seit Mitte April) erstmal läuft. Deshalb hier ein kleiner Überblick über das Programm. Die britische Triphop-Legende Massive Attack kommt zu drei Konzerten am 29., 30. und 31. August (den einzigen in Deutschland in diesem Jahr) in die Kraftzentrale nach Duisburg. Für Fans ein absolutes Muss, auch wenn nicht die Hits der Band auf dem Programm stehen, sondern spezielle Kompositionen zu Dokumentarfimen von Adam Curtis. Ebenfalls stets schnell ausverkauft sind Inszenierungen von Robert Wilson. Der Meister des Lichts und der Langsamkeit widmet sich in der Bochumer Jahrhunderthalle Helmut Lachenmanns Oper „Das Mädchen mit den Schwefelhölzern“ (14., 18.–20., 22.9.).

Heiner Goebbels inszeniert nicht nur die Eröffnung mit der europäischen Erstaufführung von Harry Partchs „Delusion Of The Fury“ am 23. August, sondern ist dieses Jahr auch mit einem eigenen Werk vertreten. „Stifters Dinge“ ist eine Theaterkonzert ohne Darsteller und Musiker. Fünf mechanisch betrieben Klaviere, Vorhänge, Beleuchtung und Bühnentechnik werden vom 21. September bis 6. Oktober in der Duisburger Kraftzentrale zu den Hauptpersonen. Und auch das Essener Folkwang-Museum ist in diesem Jahr wieder Spielort: William Forsyth zeigt hier eine choreographische Installation, bei der die Besucher durch 400 unterschiedlich schwingende Pendel selbst zum Akteur werden.