KinderKulturClub Festival

Multimediaschulung für den Nachwuchs: RaumZeitPiraten

Figuren aus Föns

„Was ist Kultur?“ ist nur eine der vielen Fragen, auf die Eltern kluge Antworten finden müssen. Hier könnten andere übernehmen: Das KinderKulturClub Festival, das am 4. Mai auf dem Gelände des WELTKUNSTZIMMERs in Düsseldorf stattfindet, bietet Drei- bis Zwölfjährigen mit ihren (Groß-)Eltern Gelegenheit, in Workshops, Performances, Installationen und Laboren mitzuwirken. Sämtliche Familienmitglieder können hier in die Entstehungsprozesse von Musik, Kunst, Design, Fotografie und den darstellenden Künste hineinschnuppern.

Die Liste der Paten liest sich flüssig: Das Multimedia-Künstlerkollektiv RaumZeitPiraten, die Fotografen Katja Stuke und Oliver Sieber sowie Musiker Thomas Klein sind nur einige der stadtbekannten Namen. Taka Kagitomi ist ebenfalls mit Düsseldorf vertraut. Der Künstler studierte an der landeshauptstädtischen Akademie und beschäftigt sich seither mit der Weiterverwendung von ausrangierten Föns, Spielzeugen oder Fotos. Passend dazu lädt er die Kinder ein in ein alchemistisches Experimentierlabor ganz im Zeichen des ästhetischen Recycling. Alltagsgegenstände funktioniert die Gruppe kurzerhand in neuartige Kompositionen um. Auf dem Hof des Geländes soll so eine große Figur aus allen Gegenständen entstehen. Bei den „Overheadbots“ von Christian Faubel und Ralf Schreiber steht ebenfalls das Zusammenbauen im Fokus. Kinder ab fünf können zusammen mit ihren Eltern unter Anleitung der beiden Künstler einen Solarroboter konstruieren. Dank Solarzelle, kleinstem Motor und elektronischer Schaltung erwacht dieser auf der Glasplatte eines Tageslichtprojektors zum Leben.

Faubel und Schreiber stehen übrigens technikaffin und mit Rat und Tat zur Seite – Vorkenntnisse sind nicht zwingend notwendig. Kreidler-Mitglied Thomas Klein bringt beim Festival den Jüngsten seine Leidenschaft näher. In der „Musikstation Computer“ finden Musiker und Kinder gemeinsam heraus, wie Töne und Geräusche elektronisch entstehen können. Außerdem darf in Zusammenarbeit mit der Musikstation von Kai Angermann mit Klangmaterial experimentiert werden. Ein kulturelles Erlebnis also!