Scars in der Manege: Circus des Horrors

BU: Drama Queen | Foto: Herbert Piel

Wer am liebsten vorwärts einparkt und seine Brötchen über der Spüle aufschneidet, der sollte dieser Veranstaltung tunlichst fern bleiben. Der Circus des Horrors ist weit mehr als nur ein kleines bisschen Horrorshow: „Unsere Darbietung ist wie ein schrecklicher Verkehrsunfall: Keiner kann hingucken, aber jeder muss es!“, verlautet Oliver Häberle, Pressebeauftragter der kühnen Mischung aus akrobatischer Darbietung und düsterer Freak-Show. Tiere kommen in diesem Zirkus nicht vor und demnach auch nicht zu Schaden, was man von den Menschen nicht immer behaupten kann: Russische Gummimenschen verbiegen sich, bis es knarzt, die Norweger von Pain Solution hängen sich gar an ihrer eigenen Haut auf. Und das in der Show vorkommende Todesrad heißt nicht umsonst so. Kein Wunder pilgern eher Schwarzröcke als Bundfaltenhosenträger in diesen Horrorladen. Die bei solchen Inszenierungen gern aufkommende Entrüstungswelle erstickt der Zirkusmann indes gleich im Keim: „Es gibt nichts, was man nicht auch um 16 Uhr schon im Privatfernsehen zu sehen bekommt!“ Nur ist letzteres oft unfreiwillig gruselig.

circusdeshorrors.de

coolibri verlost 5 x 2 Tickets für die Vorstellung am 07.08. auf dem Festplatz Castroper Straße, Bochum.