KinderStücke: Ein guter Jahrgang!

„Jo im roten Kleid“ | Foto: Andreas Hartmann

Bereits zum 4. Mal geben die „KinderStücke“ mit aktuellen Themen und jungen sowie renommierten Autoren den Mülheimer Theatertagen wichtige Impulse. Oliver Bukowski, selbst Schriftsteller, hat als Jurymitglied an der Auswahl mitgewirkt. War es ein guter Jahrgang? „Ja“, stimmt Bukowski zu und wirbt mit Leidenschaft für die Vielfalt der eingereichten Texte: „Fantasie, Humor, Philosphie, Zeitansicht und sogar Brennstoff für die ohnehin schon feurige, aktuelle Debatte zu Genderfragen.“ So gibt es eine Tierfabel („Die Geschichte vom Löwen, der nicht bis 3 zählen konnte“), ein Identitätsstück („Jo im roten Kleid“), ein Trennungsdrama, das in einem Bus aufgeführt wird („Nach Toronto oder Meine Mutter heiratet deinen Vater“).

Die Machart der Texte unterscheidet sich laut Juryurteil deutlich, denn „während sich das Theater bei Heike Falkenberg und Thilo Reffert ganz klassisch an der durchgestalteten Vorlage abzuarbeiten und zu erfinden hatte, schrieben PeterLicht, Martin Baltscheit, besonders aber das Ensemble des Theater Triebwerk vor allem Spielvorlagen, bühnenoffene Partituren.“ Und dass Kindertheater nicht nur junge Zuschauer begeistert, müsste sich allmählich rumgesprochen haben.