Indiskutabel: Nacht der Museen

Nächtlicher Museumsbesuch

Es wird viel über Kultur und Geld gesprochen in Düsseldorf – und das schon seit einigen Monaten. Manche Einrichtungen müssen sparen. Andere behaupten es von sich. Hier wird ein Intendant gesucht. Dort ein Nachfolgekonzept für das NRW-Forum. Die „Nacht der Museen“ war im Rahmen der Finanz-Debatten nie ein Thema. Warum auch? Das Konzept wird in Düsseldorf und anderswo über die Maßen gut angenommen. Was einmal mehr dafür spricht, dass Event-Kultur in der Elbers-Stadt immer geht.

Mit über 20 000 Besuchern rechnen die Veranstalter, das Kulturamt der Stadt und die Frankfurter Agentur k/c/e Marketing, auch bei der jüngsten Ausgabe, die am 20. April ansteht. Zwischen 19 und 2 Uhr sind über vierzig Museen, Off-Räume und weitere Locations im Düsseldorfer Stadtgebiet zu besuchen.

Zwei Jubiläen stehen in diesem Jahr im Fokus des Geschehens: Der Landtag NRW residiert im 25. Jahr an der Rheinuferpromenade. Und, unweit wichtiger, die Stadt Düsseldorf begeht in diesem Jahr ihr 725-jähriges Bestehen.

Das Rathaus ist nicht zuletzt deshalb erstmals mit einem eigenen Programmpunkt dabei, im Stadtarchiv können „725 Jahre Düsseldorf“ als szenische Darstellung erlebt werden und das Schifffahrtsmuseum lässt gar „Graf Adolf“, der im Jahr 1296 das Zeitliche gesegnet hat, wieder auferstehen.

Quicklebendig ist hingegen Daniel Brühl. Der Schauspieler liest im Haus der Architekten aus seinem Buch „Ein Tag in Barcelona“. Wen es nach Bewegung verlangt, der kann sich den Architekturspaziergängen durch den Hafen anschließen. Explizit empfohlen sei ein Besuch in den FFT Kammerspielen, die dem Düsseldorfer Künstlerduo half past selber schuld ihre Aufwartung machen. Neben einer Ausstellung mit Zeichnungen von sir ladybug beetle ist einmal mehr die aktuelle Bühnenarbeit „Die Weltmenschen erobern die Welt“ zu sehen. Wer nach so viel Kulturgenuss Hunger verspürt, der findet gleich um die Ecke, im reinraum, die neuesten Kreationen von Inhovens Wurstzirkus (ja, die fallen tatsächlich unter Kunst!).

Und im Anschluss bleibt hoffentlich noch Zeit für einen Abstecher nach Bilk – zu den Klang-Installationen in der Brause und zum italienischen Urban Artist Pixelpancho ins Pretty Portal.

nacht-der-museen.de

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