Duisburger Akzente 2014: Wie viel kostet die Welt?

Theatersolo über Steve Jobs | Foto: Birgit Hupfeld

Kunst und Kommerz – dieses hoch spannende Beziehungsfeld untersuchen die 35. Duisburger Akzente in Tanzperformances, Konzerten, Lesungen, Ausstellungen und Theateraufführungen. Das Festivalthema „Geld oder Leben“ wird von verschiedenen Perspektiven aus beleuchtet und berührt damit aktuelle Armutsdebatten genauso wie die privaten Folgen von Bankenkrisen. Gleichzeitig bieten die Akzente auch Denkräume für Glück verheißende Traumwelten.

Als Grundlage darf Karl Marx’ „Kommunistisches Manifest“ (14.3.) genauso wenig fehlen wie eine Auseinandersetzung mit dem Geschäft der käuflichen Liebe.

Als weiterer Spielort steht die Liebfrauenkirche zur Verfügung, in der Traumszenerien visualisiert werden: Eine Installation von Jennifer Wigham/Jens Kerbel basiert auf der Grundlage des Films „Tuvalu. Eine Reise in die Welt der Träume“ und analysiert die Zusammenhänge von Glück und Profitdenken (14.–16.3.). „Wie viel kostet die Welt?“, fragt sich Regisseur Johannes Lepper in „Supermarket. Superstars. Buying the universe“. In dem Theaterexperiment sinnieren drei Kassiererinnen über die Folgen von Markt- und Warenwerten auf das soziale Miteinander (8., 9., 11.3.). Das Bertha-Tanztheater serviert einen künstlerischen Output zum „Verlust des Mitgefühls“ und begibt sich auf eine empathische Spurensuche in der Psychiatrie im Bertha-Krankenhaus (20.3.).

Der Apple-Chef Steve Jobs und die Herstellungsbedingungen seiner Firma stehen im Fokus des gleichnamigen Stücks; Schauspieler Andreas Beck bestreitet in der Dortmunder Inszenierung das aufwühlende Solo (12.3.). Kunststückchen locken zu verschiedenen Orten in der Innenstadt. Der bildende Künstler Jott Kaa nennt seine Raum-Installation im CityPalais „Kloaken der Macht“ und widmet sich den hässlichen Seiten des Turbokapitalismus. Vorträge und Aktionen im öffentlichen Raum runden das umfangreiche Akzente Festival 2014 ab.

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7.–23.3. Theater, Duisburg

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