Torsten Sträter: Immer mit der Ruhe

Torsten Sträter: entspannt | Foto: foto-ostermann.de

Wenn Torsten Sträter die Bühne betritt, strahlt er eine natürliche, fast stoische Ruhe aus. Der Mann hat es nicht eilig. Während manch ein Nachwuchs-Comedian von einer Pointe zum nächsten Kalauer hastet, flechtet er seinen Humor gekonnt und an den richtigen Stellen in seine Geschichten ein. Timing und Spannungsbogen stimmen bei Sträter. Dafür wurde der Dortmunder, der Kurzgeschichten schreibt, Philosophie und Ballerspiele gut findet und sich trotz seiner Herkunft bewusst nicht für Fußball interessiert, letztes Jahr mit dem Passauer ScharfrichterBeil ausgezeichnet. Jener Kabarett-Nachwuchspreis, der 1983 dem damals 17-jährigen Hape Kerkeling zu einer Bilderbuch-Karriere verhalf. Sträter ist zwar mittlerweile 46, aber in unseren hektischen Zeiten lohnt es sich ja der Abwechslung halber, es mal langsam angehen lassen mit der Karriere und sich ab und an einen Tag vor der Playstation gönnen. Dafür ist man schließlich nie zu alt. Und dafür, den szenigen Studenten-Kids beim Poetry Slam mal zu zeigen, wie man einen vernünftigen Text schreibt, ebenso wenig. Torsten Sträters neues Programm heißt übrigens „Selbstbeherrschung umständehalber abzugeben“. Was diesen Mann allem Gleichmut zum Trotz aus der Fassung bringt, kann er am besten selber erzählen. In aller Ruhe.