Lebendige Dramen: Stücke 2013

Szene aus „Ich wünsch mir eins“ | Foto: Uwe Lewandowski

In der Stadthalle, dem Theater an der Ruhr und im Ringlokschuppen finden vom 11. bis 29. Mai wieder die renommierten Stücke-Tage statt, an deren Ende der Mülheimer Dramatikerpreis vergeben wird.

Unter den Autoren der nominierten Stücke sind alte Bekannte wie Elfriede Jelinek (FaustIn and out, Schauspielhaus Zürich), Franz Xaver Kroetz (Du hast gewackelt. Requiem für ein liebes Kind, Residenztheater München) und Moritz Rinke (Wir lieben und wissen nichts, Konzert Theater Bern). Daneben wird „Von den Beinen zu kurz“ von Katja Brunner zu sehen sein, das erst vor wenigen Monaten am Schauspiel Hannover uraufgeführt wurde. Eingeladen sind auch Azar Mortazavi mit ihrem zweiten Stück „Ich wünsch mir eins“ (Theater Osnabrück), Nis-Momme Stockmanns „Tod und Wiederauferstehung der Welt meiner Eltern in mir“ (Schauspiel Hannover), Felicia Zellers „X-Freunde“ (Schauspiel Frankfurt) und „Muttersprache Mameloschn“ (Deutsches Theater Berlin) von Marianna Salzmann, die im letzten Jahr den Kleist-Förderpreis für junge Dramatiker erhielt.

Wer eine Produktion mit Beteiligung aus NRW sehen möchte, findet diese bei den Kinderstücken. Vom Düsseldorfer Martin Baltscheit wird „Die Geschichte vom Löwen, der nicht bis 3 zählen konnte“ (Deutsches Nationaltheater Weimar) gezeigt. Das Landestheater Detmold spielt „Nach Toronto! oder Meine Mutter heiratet deinen Vater“ von Heike Falkenberg und das Junge Schauspielhaus Düsseldorf „Wunder des Alltags“ von PeterLicht. Außerdem nominiert sind Thilo Refferts „Nina und Paul“ (Landestheater Tübingen) und Heino N. Schades „Jo im roten Kleid“ (Theater Triebwerk Hamburg).

Zusätzlich wird es während der „Stücke“ ein Gastspiel der Compañía de teatro La Puerta aus Santiago de Chile geben. Sie führt die spanische Version des letztjährigen Gewinners des Publikumspreises „Das Ding“ von Philipp Löhle auf.
Die Mülheimer Theatertage finden in diesem Jahr bereits zum 38. Mal statt. Bedingung für die Berücksichtigung eines Stückes ist übrigens, dass es von einem deutschsprachigen lebenden Autoren verfasst und im Auswahlzeitraum uraufgeführt wurden. Bewertet wird nicht die Inszenierung, sondern das Stück. Eine Jury wählt den Sieger des mit 15 000 Euro dotierten Mülheimer Dramatikerpreises. Außerdem wird darüber hinaus der undotierte „Publikumspreis der Mülheimer Theatertage“ vergeben.

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