Needcompany: Surrealer Pilztrip im Wald

Surreale „Mushroom“-Welt | Foto: Phile Deprez

Die schräge Theaterästhetik der belgischen Needcompany konnte man in der Region zuletzt auf der Ruhrtriennale bewundern. In „Marketplace 76“ verwandelte Regisseur Jan Lauwers vergangenes Jahr die Jahrhunderthalle Bochum in einen Dorfplatz, auf dem so wunder- wie grausame Dinge geschahen, auf dem Sprech- und Bewegungstheater immer wieder von musicalhaften Gesangsnummern unterbrochen wurden.

Die Musik spielt auch in „MUSH-ROOM“ eine große Rolle, mit dem die Needcompany in ihre angestammte Ruhrgebiets-Location zurückkehrt: PACT Zollverein. Jan Lauwers Frau Grace Ellen Barkey inszeniert hier einen surrealen Waldraum mit riesigen Pilzen. „Ihre Bühnenbilder sind immer sehr speziell und super aufwendig. Sie sagt selbst, ihr einziger roter Faden sei die Absurdität“, macht PACT-Sprecherin Nassrah-Alexia Denif Lust auf den Abend. Ein Abend, dessen Musik von der legendären Avantgarde-Band The Residents aus San Francisco komponiert wurde und der auch gesondert als Album erscheint. Da wird sogleich auch Bremerhaven hellhörig, denn dort gibt es ein Museum, das sich nur mit der skurrilen Band beschäftigt, deren Mitglieder seit Ende der 60er Jahre anonym bleiben.

pact-zollverein.de

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