Jorge González: Gibt es ein Leben nach dem Topmodel?

Goodbye Modelmama: Jorge González | Foto: Philipp Rathmer

Es soll Menschen geben, die ihren Fernseher ausschließlich nutzen, um arte, 3sat oder Phoenix zu schauen. Die coolibri-Redaktion gesteht hiermit: Wir gehören nicht dazu! Ein gepflegtes Trash-Format zur rechten Zeit kann unseres Erachtens so manchen grauen Tag vergessen machen respektive den Abend versüßen. Aktuell gerne genommen ist das von ProSieben ausgestrahlte „Beauty & The Nerd“.

Auch „Germany’s Next Topmodel“ gehörte in der Vergangenheit immer mal wieder zu den flimmernden Favoriten, wobei der Unterhaltungswert des Formats stark vom Personal rechts und links von Modelmama Heidi abhing.

Hellster Stern am GNTM-Sidekick-Himmel war bis Ende letzten Jahres Jorge González, Catwalk-Trainer von der Fidel-Insel Kuba, der der Show leider mittlerweile „adiós“ gesagt hat oder gar sagen musste, wie immer mal wieder gemutmaßt wurde. Arbeitslos ist der Mann, der sich durchs Leben bewegt wie ein Salsa-Tänzer, dennoch nicht, naturalmente. González ist Choreograf und Stilberater, hat eine eigene Mode-Kollektion namens „Chicas Walk“, entwarf die Kostüme für die Tanzshow „Ballet Revolución“ und hat außerdem ein Buch geschrieben. In „Hola Chicas! Auf dem Laufsteg meines Lebens“ erzählt er, wie weit und steinig der Weg vom karibischen Eiland über das slowakische Bratislava, wo er in den 1990er Jahren Nuklearökologie studierte, bis nach Deutschland war.

Am 20.3. gastiert der ehemalige Laufsteg-Coach in Düsseldorf, und zwar dort, wo die Absätze der meisten Damen mindestens so hoch sind wie seine eigenen: auf der Kö. An dem Abend kann der Fernseher also in jedem Fall aus bleiben.