Hamlet

| Foto: Diana Küster

Trägt dieser Hamlet auf dem Promo-Foto etwa doch den schwarzen Pulli des Existenzialisten unterm roten Mäntelchen des Hasardeurs? Warum lehnt er dann mit geschminkten Lippen so feminin am Heizkörper? Irgendwas ist faul im Staate Dänemark, aber was will er uns mit der Blume im Knopfloch sagen? Fragen über Fragen, und dabei ist Wichtigste noch gar nicht gestellt: Heißt’s in diesem Bochumer Hamlet mal wieder „Sein oder Nichtsein?“ oder wie seinerzeit einmal „Dasein“, worauf sich das Publikum gleich um ein Klassikerzitat betrogen fühlte. Worte, Worte, Worte – die meisten davon werden gesprochen von Dimitrij Schaad in der zauderhaften Titelrolle, die Regie führt Jan Klata, der hier bereits „Die Räuber“ und „Amerika“ verantwortete.