Gefährliche Liebschaften

Verhängnisvolle Affären und Intrigen des französischen Adels im ausgehenden 18. Jahrhundert – zur wüsten Rokoko-Zeit spielt die Geschichte „Gefährliche Liebschaften“, die vor allem als Film unter der Regie von Stephen Frears und mit Glenn Close, John Malkovich und Michelle Pfeiffer in den Hauptrollen bekannt ist.

Sowohl der Film als auch das Bühnenstück „Les Liaisons Dangereuses“ von Christopher Hampton haben den Briefroman von Pierre-Ambroise-Francois Choderlos de Laclos zur Vorlage; dieser Briefroman gilt als ein Hauptwerk der französischen Literatur des 18. Jahrhunderts (1782) und Sittengemälde des ausgehenden Ancien régime. „Unsere Fassung basiert auf derselben wie der berühmte Film“, informiert Jens Kalkhorst vom TalTonTheater, das Ende März mit „Gefährliche Liebschaften“ Premiere feiert. „Sie wurde von keinem geringeren als Martin Walser übersetzt. Und man merkt es der Übersetzung an, dass da nicht ein namenloser Übersetzer, sondern ein deutscher Star-Autor zu Werk gegangen ist. Pointiert, süffisant und messerscharf kommen die Dialoge aus den Zeilen gesprungen.“ Auf die Bühne gebracht wird die Inszenierung von einer Besetzung, die sich aus neuen und alten Darstellern des TTT zusammensetzt: Als intrigantes und perfides Paar dürfen Angela del Vecchio (Marquise de Merteuil) und David Meister (Vicomte de Valmont) in den Ring steigen. Als das verfolgte Liebespaar stehen ihnen Marlene Meissner (Cecile de Volanges) und Tom Raczko (Chevalier de Danceny) zur Seite. Vervollständigt wird das Ensemble durch Nadine Mehler (Madame de Tourvel), Doris Hartmann (Madame de Volanges) und Sigrid Möllmer als (Madame de Rosemonde). Und auch die Ankündigung in Sachen Ausstattung macht neugierig: „Opulente Kostüme für Damen und Herren des Ensembles sowie ein raffiniertes Bühnenbild, das sich vom Tisch in ein Bett, einen großen Paravent oder ein weiteres Sinn gebendes Bühnenelement verwandeln kann, darüber hinaus kommen noch große Spiegelflächen dazu. Im Groben gesagt, versuchen wir also dieses Zeitalter mit allen uns zur Verfügung stehenden Mittel der Epoche gerecht auf die Bühne zu bringen.“

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