Gabriel Jones: The Untitled Series

| Foto: Gabriel Jones, Courtesy: Galerie Bugdahn und Kaimer

In Suburbia

Die kanadische Band The Arcade Fire ist in der Vergangenheit nicht nur für ihr Klangschaffen mit einem Grammy-Award ausgezeichnet worden. Auch die optische Gestaltung der Tonträger fand die Zustimmung der Jury: Für ihr drittes Album THE SUBURBS (deutsch: die Vorstädte) konnte die vielköpfige Truppe nämlich ebenfalls einen Grammy einheimsen.

Dabei ziert den Tonträger kein einheitliches Motiv. Vielmehr finden sich acht unterschiedliche Fotografien auf der Vorderseite von THE SUBURBS.

Für alle acht zeichnet Gabriel Jones verantwortlich. Der Kanadier stammt aus Montréal, wo er am Dawson College Fotografie studierte. Seine Lichtbilder sind gefragt, schafften es bereits in namhafte Publikationen wie das „New York Times Magazine“ oder „Le Monde Magazine“. Die Düsseldorfer Galerie Bugdahn und Kaimer widmet dem Mann, der mittlerweile abwechselnd in New York City und Paris lebt, derzeit eine Ausstellung.

„The Untitled Series“ ist die Schau überschrieben und es ist keinesfalls Jones’ erster „Besuch“ in der Kunstmetropole am Rhein. Vielmehr hat die landeshauptstädtische Galerie bereits zum dritten Mal eine Einzelausstellung für ihn organisiert. Was die Motive angeht, da gemahnen die Aufnahmen im Format 61 mal 91 Zentimeter an jene auf dem eingangs erwähnten Plattencover. Es sind Szenen aus texanischen Vororten und Randbezirken, die der Künstler während einer Reise festgehalten hat. Gutbürgerliche Behausungen, deren Rolländen zum Teil herunter gelassen sind, davor ein Stück Grün, gerne mit Palme. Die Eigenheime wirken in solchen Gegenden ebenso heil wie genormt. Allein, was sich dahinter abspielt, dürfte von Fall zu Fall sehr verschieden sein. Äußerst fragil scheint diese heile Welt. Und so ist es ein ungutes Gefühl, das im Betrachter aufsteigt im Angesicht der Jones’schen Fotografien.

Gabriel Jones „The Untitled Series“: bis 30.3. Galerie Bugdahn und Kaimer, Heinrich-Heine-Allee 19, Düsseldorf; Di–Fr 12–18, Sa 12–16 h