Der Scham auf der Schliche

Funk-Jimi-Hendrix aus New York | Foto: Theater an der Ruhr

Scham ist ein unangenehmes Gefühl. „Man kann es nicht kontrollieren oder einfach wegschieben“, sagt Sven Schlötcke. „Es zeigt, wie abhängig wir von Anderen sind, es hat mit dem vorgestellten Blick der Anderen auf uns zu tun.“ Sven Schlötcke ist Dramaturg am Mülheimer Theater an der Ruhr und entwickelt dort mit dem Regisseur Albrecht Hirche das Stück „Scham“ für ein Publikum ab zwölf Jahren. Dass die Zusammenarbeit der beiden fruchtbar ist, hat ihre letzte Inszenierung „ICH und andere Lügen“ gezeigt, die beim Festival Westwind als beste Jugendinszenierung des Landes NRW ausgezeichnet wurde.

Auch bei „Scham“ fängt das Team die Arbeit am Stück „mit nichts in der Hand“ an und recherchiert zu einem Thema. Die sieben Schauspieler auf der Bühne wollen dem Gefühl, das besonders in der Pubertät eine Rolle spielt, auch mit Improvisationen und Soap-Elementen auf die Schliche kommen. Ebenfalls einfließen werden Schnipsel aus Interviews mit Jugendlichen. Mitten im Geschehen ist außerdem der extrovertierte Musiker Lord Bishop, eine Art Funk-Jimi-Hendrix aus New York, der ein ganz eigenes Verhältnis zu Scham hat.

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