Bahia de Cochinos: Ebbe in der Schweinebucht

Schwarzes Schaf von Castrop-Rauxel

„Wenn irgendwelche Schlagerheinis in der Stadthalle auftreten, ist die Bude rappelvoll“, beschreibt Oliver Turrek den musikalischen Massengeschmack von Castrop-Rauxel. Oliver Turreck ist kein Freund des Schlagers. Er ist Vorsitzender des Vereins Kulturbucht, der seit etwas mehr als fünfeinhalb Jahren ehrenamtlich die Kneipe Bahia de Cochinos betreibt. Doch seit Sommer letzten Jahres herrscht Ebbe in der „Schweinebucht“. Es mehrten sich die Abende, an deren Ende vielleicht 50 Euro in der Kasse waren. „Damit deckst du noch nicht mal die Betriebskosten“, zeigt sich Turrek frustriert.

Der Verein hat deshalb die Reißleine gezogen, den regelmäßigen Kneipenbetrieb bereits eingestellt. Im März finden die letzten Veranstaltungen statt. Neben der Lesung zum Buch „Ohne Fußball wär´n wir gar nicht hier“ (8.3.) gehören dazu die Konzerte der Schwarzen Schafe (1.3.), Supabond (2.3.) und zum Abschluss My Sister Grenadine (27.3.)

In Castrop-Rauxel stand das Bahia de Cochinos für ein eigenständiges Programm. Konzerte von Folk bis Punk fanden hier ebenso eine Bühne wie links positionierte Vorträge. Bitteres Fazit von Oliver Turreck: „In dem Bereich ist die Stadt in Zukunft komplett leergefegt.“

 

bahiadecochinos.de

My Sister Grenadine: The Journey

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