Arne Nobel strikes back

Kopf der B-Bande: Arne Nobel

Die B-Bande ist wieder da!

Von irgendwelchen Kleinigkeiten lässt sich ein Herr Nobel doch nicht die Laune verderben: Zwar wurde ihm am Abend zuvor noch in einer ehrenwerten Pizzeria mitten im Bermudadreieck die Brieftasche samt Ausweis, Kreditkarte und rund 300 Euro geklaut, am nächsten Morgen aber sitzt Arne Nobel gut gelaunt und tatendurstig wie eh und je im Cafè Konkret und berichtet begeistert von seinen nächsten Plänen.

Denn seitdem er wieder in Bochum angedockt hat, sprudeln die Ideen nur so aus dem Kopf des ehemaligen Rottstr-5-Theaterleiters hinein in sein neues Projekt „B-Bande“ und hinauf auf die Bretter, die die Welt bedeuten: in seinem neuen Heimathafen, dem Bochumer Riff.

Zusammen mit Dustin Semmelrogge hatte er zuletzt an jenem Orte (auch vor den Augen von Papa Martin Semmelrogge im Publikum) noch William S. Burroughs’ „Naked Lunch“ kongenial auf die Bühne gehievt, nun folgt am 5. April, angeregt durch das neue Album des alten Meisters, ein lebensgefährlicher Abend mit Texten von Nick Cave: „Bullets, Beer & Blood“ ist nicht nur das mörderische Motto von „B-Bande III“!

Es folgt sogleich der nächste Streich: Der „Dirty Old Man“ Charles Bukowski und seine schmutzigen Short Stories stehen am 12. April auf dem Programm von „B-Bande IV“, bevor am 28. April „The Lizard King“ Jim Morrison samt Freundin Pam seinen letzten Lebensabend hier im Riff verbringt (Niklas Herzberg und Felicia Spielberger vom Theater Bielefeld spielen dann unter der Regie von Arne Nobel, der bei der „B-Bande V“ diskret im Hintergrund agiert). „Am Grab von Jim Morrison in Paris hab ich einst gleich drei Dates auf einmal klargemacht“, lacht Nobel, „da traf und trifft man ja jederzeit US-Rucksacktouristinnen!“

Und wer immer noch nicht genug von diesem nimmermüden Theatermann bekommen kann (bevor er im Sommer wieder beim Piratenfestival in Grevesmühle an der Ostsee anheuert), der kann Arne Nobel auch noch am 30. April beim Bochumer Rundlauf in der sogenannten Speckschweiz als (blond perückte?) Marlene Dietrich antreffen (die „B-Bande VI“-Performance im Bunker in Bochum-Hamme).

Sowie zu guter Letzt bei der „Stühle raus“-Actionlesung „Shakespeare am KAP“ am 1. Mai, wo „sieben Männer ,Romeo & Julia’ lesen“, darunter Thomas Anzenhofer, Dustin Semmelrogge und Joachim Luger. „Ich bin nicht die Julia!“ versichert Nobel und freut sich schon jetzt aufs nächste Jahr: „Da nehmen wir uns dann den ,Sturm’ vor!“

Man darf also gespannt sein, oder auch gleich so enthusiasmiert wie Dirk Steinbrecher von der Bermuda Gastronomie … vor allem weil ab dem Herbst jeder zweiter Riff-Freitag im Monat der umtriebigen „B-Bande“ und ihren tolldreisten Aktionen gewidmet sein soll. Feine und fiese Überraschungen mit Themen, Texten und Temperamenten von Franz Xaver Kroetz, den Einstürzenden Neubauten, Janis Joplin und Bob Dylan wuseln schon jetzt wild in Arnes Kopf herum. Denn, wer auch immer wie auch immer als Special Guest die Bühne entern wird, so Nobel: „Die Konstante bin ich!“

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