KAI 10: Ein Händchen für die Kunst

| „Dutch“ von Jens Ullrich // Copyright: Jens Ullrich und VG-Bildkunst

„Künstler sind heutzutage weder Revoluzzer noch bloße Dienstleister“, führt Kuratorin Julia Höner in die aktuelle Ausstellung „Reflexion und Einfühlung“ des KAI 10 ein. Vielmehr verarbeiten Kunstschaffende Gegenstände der nicht immer rosigen Wirklichkeit zu ästhetischen, subjektiven Werken. Deshalb wirkt wohl das von Jens Ullrich fast lebensgroß dargestellte erlegte Großwild, das mit skulpturalen Schutzengeln versehen wurde, auch weniger beklemmend als hoffnungsvoll. Abwechselnd hell und dunkel erscheinen die einzelnen Abschnitte des Raums im landeshauptstädtischen Medienhafen. Vorhänge und graue bis pastellige Farbnuancen erzeugen beinahe eine „Ausstellung in der Ausstellung“.

Hier spiegelt sich der Gedanke des Entstehens und Verschwindens von Kunst wider. Ein weiteres Motiv: Hände. Ob silberne Handschuhe mit zwölf Fingern, auf eine Wand projizierte Hände, die ein Buch eincremen, oder Perlmuttarme auf einem antiken Tisch - die Werkzeuge der Künstler sind stets präsent. Natalie Czech, Alexandra Hopf, Rosalind Nashashibi, Olivia Plender, Laure Prouvost, Lucy Skaer und Jens Ullrich sind in der Gruppenschau mit Werken vertreten. Und wer an die Hand genommen werden möchte: Auch die „Kunstkomplizen“ sind wieder mit von der Partie.

Am 1.3. um 19 Uhr führt die Studentin Alexandra Peter durch die Ausstellung.

NaB

kaistrasse10.de

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