Fortuna Düsseldorf: Museumsreif

Düsseldorfs große Liebe: Fortuna | Foto: Christof Wolff

Düsseldorf verfügt über eine abwechslungsreiche Museumslandschaft. Jedoch genießt bei weitem nicht jedes Haus das Privileg, der obersten Liga anzugehören. Es gibt solche, die in der Champions League spielen, wie die verschwesterten Häuser K20 und K21, solche, die im normalen Ligageschäft mitmischen, wie zum Beispiel die Kunsthalle. Und solche, deren Fans ihnen die Treue halten, obwohl sie gerade nicht im bezahlten Fußball dabei sind. Wie das Stadtmuseum.

Unweit des Rheins gelegen, fristet das Haus in der Carlstadt ein Dasein im Schatten der großen Kunsttempel. Eher trocken kommt beizeiten die Materie daher, mit der man sich hier in Ausstellungen auseinander setzt. Der „Stadtgründung“ war 2013 ebenso eine Schau gewidmet wie dem Thema „Wohnen in der Stadt“.

Ungleich populärer ist das Sujet der ersten Wechselausstellung im just begonnenen Jahr. Es geht um den mit Abstand populärsten Sportverein der Landeshauptstadt. Es geht um Fortuna Düsseldorf. Der Club, dessen Wiege am Flinger Broich steht, nimmt seit dem Jahr 1914 an den Ligaspielen im Westdeutschen Spiel-Verband teil. Dieses Jubiläum haben die Museumsleute nun zum Anlass genommen, die Biografie der Rot-Weißen in einer Ausstellung sichtbar zu machen. „Fortuna: 100 Ligajahre“ ist das Ergebnis überschrieben und man kann nur hoffen, dass die Inhalte origineller daherkommen als der Titel. Beim Erarbeiten der Schau hat sich Dr. Susanne Anna, Chefin des Stadtmuseums, jedenfalls Verstärkung von Fachleuten geholt: Fortunas Pressesprecher Tom Koster und Archivar Marco Langer gaben kuratorische Vorlagen. Das Ergebnis ist chronologisch aufgebaut. Jedem wichtigen Ereignis aus den hundert Jahren ist ein Schlüsselobjekt zugeordnet, darunter Fahnen, Wimpel, Pokale und natürlich Fotos. Und auch die Anhänger der zuletzt wieder äußerst launischen Diva dürfen Exponate beisteuern. An jedem Freitag um elf Uhr können die Gegenstände, die die Maße 33,5 mal 33,5 Zentimeter nicht überschreiten sollten, vor Ort abgegeben werden.

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28.3., Palladium, Köln

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