Düsseldorf Photo Weekend 2014: In der Stadt verstreut

Heinz Cibulka, Aus Nachbars Garten, 1995

Drei Tage lang steht die Landeshauptstadt gleich zu Beginn des Jahres ganz im Zeichen der Fotografie. Zwischen dem 31.1. und 2.2. laden zahlreiche Galerien, Museen und Institutionen zum nunmehr dritten Duesseldorf Photo Weekend. Zentraler Austragungsort ist ein Haus, dem gerade die Hausherrn abhanden gekommen sind: das NRW-Forum.

Dort eröffnen bereits am Abend des 30.1. gleich zwei Ausstellungen: Unter dem Titel „Heimat“ gibt die DZ-Bank Einblick in ihre bedeutende fotografische Sammlung, zu der unter anderem Werke von Heinz Cibulka, Andreas Mühe oder Hans-Peter Feldmann zählen. Parallel wird im rechten Flügel dem US-Amerikaner Duane Michals gehuldigt. Dessen Besonderheit: Er versieht seine Fotografien mit handgeschriebenen Texten. Zu sehen sind Arbeiten, die zwischen den 1950ern und heute entstanden. Mit dabei auch die sogenannten Tintypes, alte Fotoplatten, die von Michals übermalt werden.

Wer mehr über den Künstler erfahren möchte, hat dazu Gelegenheit: „The Man Who Invented Himself“ heißt ein Film, den Camille Guichard über den US-Amerikaner gemacht hat und der im Rahmen der Ausstellung gezeigt wird. Auch in direkter Nachbarschaft des NRW-Forums ist Spannendes zu entdecken. So gastiert in den Räumen des Energiekonzerns E.ON, gleich hinter dem Museum Kunstpalast, die Schau „Mit den Augen Düsseldorfer Galeristen“. Insgesamt zehn künstlerische Fotopositionen treffen im Untergeschoss des gläsernen Gebäudes aufeinander. Bekanntester Teilnehmer dürfte William Wegman sein, der schon seit Dekaden ausschließlich vierbeinige Models, Weimaraner nämlich, ablichtet. Aber auch Anna Vogel, Martin Klimas oder Nina Brauhauser dürften die landeshauptstädtischen Fotofreunde bereits auf dem Radar haben. Hierzulande eher ungekannt hingegen Jerzy Lewczynski. Seine Arbeiten sind im Polnischen Institut zu begutachten. Die Sammlung Philara von Gil Bronner widmet sich derweil dem Werk der Düsseldorferin Natalie Czech. Und damit ist das Programm des dreitägigen Lichtbild-Marathons noch lange nicht komplett, haben doch auch ein gutes Dutzend Galerien ihre Teilnahme zugesagt. Die Augen werden also in jedem Fall auf ihre Kosten kommen. Und auch auf die Ohren wartet ein Schmaus: Am 31.1. dreht der britische DJ Rusty Egan im NRW-Forum die Plattenteller.

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28.3., Palladium, Köln

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