Ausstellung in Bochum: Fotografisches Kurzzeitgedächtnis

| Fotos (v. l.): Wendt, Shelta, Schnorrbusch

Shelta, Schnorrbusch, Wendt in der Sold Out Gallery

Einen interessanten Einblick in das Potential der Bochumer Fotografen-Szene bietet von Freitag an die Ausstellung „Kurzzeitgedächtnis“ in der Sold Out Gallery. Gleich drei Künstler präsentieren gemeinsam eine Auswahl an Arbeiten aus ihrem Portfolio.

Darunter der gebürtige Ukrainer Yurij Ogarkov, der in Bochum bereits als Teil der in der Szene hochgeschätzten Band Selectamood für Aufsehen sorgte und darüber hinaus unter dem Künstlernamen „Shelta“ zum einen ein Faible für Dokumentaraufnahmen entwickelt hat und vor allem durch stilvolle Schwarz/Weiß-Portraits glänzt.

Thorsten Schnorrbusch zieht es zwar mitunter auch auf Straßen und zu Gebäuden der Region, noch beherzter allerdings an verlassene und längst vergessene Orte. Da diese in der näheren Umgebung häufig durch Vandalismus ihrer Ästhetik beraubt sind, begibt sich der 39-jährige mit Vorliebe auf Expeditionen in die Benelux-Länder.

Komplettiert wird das Trio von Patrick Wendt, der sein eigenes fotografisches Erweckungserlebnis vor zwei Jahren auf einer Reise nach Indien hatte. Mittlerweile dokumentiert Wendt zum einen mit sehr viel Verve die Künstlerszene rund um Bochum, lässt sich jedoch auch gerne bei Streifzügen durch die Stadt vom Zufall inspirieren.

Im Anschluss an die anstehende Vernissage (Beginn: 19 Uhr) ist das „Kurzzeitgedächtnis“ bis zum 7. März in der Galerie – schräg gegenüber des Schauspielhauses – zu besuchen.