tanzhaus nrw: Nummernrevue mit viel nackter Haut

warning | Foto: Dave St-Pierre

Großes Tennis

Als im Dezember Louise Lecavalier im tanzhaus nrw gastierte, war die Begeisterung ausgeprägt, wie man es in Düsseldorf nur selten erlebt. Nach stürmischem Schlussapplaus hatten sich die Besucher auch beim anschließenden Publikumsgespräch mit der Grand Dame des modernen Tanzes noch nicht wieder beruhigt. „Amazing“, „breathtaking“ und artverwandte Adjektive gingen auf die Tänzerin mit dem Bürstenhaarschnitt nieder. Gesprochen wurde auch über ihre Heimat, das kanadische Montréal. Die Stadt scheint eine gute Homebase für Tänzer und Choreografen zu sein, die Dichte namhafter Tanzkünstler ist auffallend hoch. Auch die Kompanie Mandala Sitù Danse und der Choreograf Dave St-Pierre leben und arbeiten in Montréal – und sind am 21. und 23. Februar zu Gast im tanzhaus nrw. „Warning“ heißt ihre Gemeinschaftsarbeit, die an der Erkrather Straße als deutsche Erstaufführung zu erleben ist. „Eine Nummernrevue mit viel nackter Haut“ verspricht der Ankündigungstext des Veranstalters. Klingt nach einem klassischen St-Pierre, schließlich treibt der Mann in seinen Bühnenarbeiten gerne die Körperlichkeit ins Extrem, wie er bei seinem letzten Besuch im tanzhaus im Herbst 2012 einmal mehr unter Beweis stellte. Man darf also gespannt sein. Auch was es mit den Tausenden von Tennisbällen auf sich hat, die den drei Protagonistinnen on stage zur Seite hüpfen.

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