Schwedischer Charme: Swan Lake Reloaded

| Foto: Mats Bcker

Klassisches in die Neuzeit hinüberretten, ohne den Charme des Originals auszumerzen – das hat schon oft geklappt, man denke nur an Baz Luhrmans Romeo und Julia oder die geniale BBC-Serie Sherlock. Jetzt kommen schon wieder ein paar Profis angetanzt und verpassen dem altehrwürdigen Schwanensee von Tschaikowski einen urbanen Touch. Swan Lake Reloaded heißt das Ding und vereint das Meisterwerk von 1895 mit modernem Street Dance. Und auch die Story der kühnen Choreographie von Fredrik Rydman ist nicht altbacken: Die Schwäne sind in weißen Pelz gekleidete heroinabhängige Prostituierte; Siegfried und Odette müssen sich gegen ihren fiesen Gegenspieler Rotbart behaupten. Klingt abgehoben, ist aber ein spannendes Unterfangen, das der Vorlage ebenso huldigt, wie es geschickt moderne Elemente einbaut: Da wird gesampelt, verfremdet, mit Beats unterlegt, sogar eigens für die Show konzipierte Songs, etwa von Moneybrother oder Salem Al Fakir sind dabei. In ihrem Heimatland ist die schwedische Produktion bereits ein Megaseller.

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