Pussy Power auf der Bühne

Wenn Professor Grey glaubt, dass der Alkohol und Irish-Pub-Begegnungen mit Satan und John Wayne derzeit seine größten Probleme seien, dann weiß er nur noch nicht, dass gerade eine Meute weiblicher Terroristen plant, seine Vorlesung zu sprengen.

Diese, sicherlich nicht ganz so alltägliche Situation bringt die ehemalige studentische Theatergruppe only connect! im Februar mit „The Power of Pussy“ auf die Bühne. Als „abseitig, spannend und nicht-mainstream“ bezeichnet Pressesprecher Michael Stahl die jüngste Arbeit von Regisseurin Julie Stearns und sieht das Ensemble dabei in der Tradition des Dortmunder Schauspiel-Intedanten Kay Voges. Jenseits der großen Bühnen beheimatet, verfolgt only connect! stets die Maßgabe, so Stahl, „sich selbst nicht so ganz ernst nehmen“. Was auch für „The Power of Pussy“ gilt, das zwar bewusst auf die Pussy-Riot-Bewegung Bezug nimmt, revolutionäre Umtriebe aber doch lieber auf eine humorvolle Weise verhandelt. Insofern bereiten der weibliche Miliz auch Maniküre-Termine mehr Sorgen als potenzielle Anti-Terror-Einheiten.

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